Frankfurt schlägt freiburg 2:0 – aber santos macht angst

Eintracht Frankfurt hat am 24. Bundesliga-Spieltag den SC Freiburg mit 2:0 besiegt und sich auf Tabellenrang sieben vorgearbeitet – doch der Jubel im Deutsche Bank Park hatte einen bitteren Beigeschmack. Keeper Kaua Santos verließ den Rasen nach gerade einmal 18 Sekunden mit einer Knieverletzung. Der Brasilianer, der erst Anfang dieser Saison nach einem Kreuzbandriss zurückgekehrt war, humpelte sichtlich niedergeschlagen vom Platz – begleitet vom Applaus der Fans, aber mit einer Schiene am rechten Bein.

Santos trifft es wieder – und das knie macht schlapp

Was für ein Abend für diesen Mann. Nach einem Zusammenprall mit Freiburgs Stürmer Igor Matanovic war für Santos nach wenigen Sekunden Schluss. Michael Zetterer übernahm ab der 5. Minute und machte seine Sache ordentlich – bis zur 49. Minute musste er kaum eingreifen, entschärfte dann aber einen gefährlichen Schuss von Vincenzo Grifo. Kurz zuvor hatte Matanovic den Pfosten getroffen. Freiburg war also durchaus da, auch wenn die Eintracht das Spiel zunehmend kontrollierte.

Chaibi kommt rein, trifft – und legt noch vor

Chaibi kommt rein, trifft – und legt noch vor

Dann kam Fares Chaibi. Eingewechselt, noch keine 60 Sekunden auf dem Platz – und schon im langen Eck. Nnamdi Collins spielte den Ball, Chaibi verwertete ihn kalt und eiskalt präzise. Das war die 64. Minute, das war die Führung, das war die Entscheidung. Bitter für Freiburgs Matthias Ginter, dessen Ballverlust den Treffer erst ermöglicht hatte.

Chaibi ließ es dabei nicht bewenden. In der 81. Minute legte er für Jean-Matteo Bahoya auf, der den Deckel draufmachte. Zwei Tore, zwei direkte Beteiligungen – das ist der Joker-Auftritt, von dem Trainer träumen.

Burkardt zurück, koch zurück – die sge findet sich neu

Burkardt zurück, koch zurück – die sge findet sich neu

Trainer Albert Riera hatte vor dem Spiel angekündigt, Jonathan Burkardt sei in perfekter Verfassung. Nach drei Monaten Pause wegen einer Wadenverletzung stand der Nationalspieler erstmals wieder in der Startelf – zuletzt hatte er Ende November in der Champions League gegen Atalanta Bergamo von Beginn an gespielt. Auch Kapitän Robin Koch kehrte nach krankheitsbedingtem Ausfall zurück. Und Ritsu Doan, der vor der Saison aus Freiburg gekommen war, erlebte ein pikantes Wiedersehen – allerdings zunächst nur von der Bank aus.

Platz sieben und ein blick nach oben

Platz sieben und ein blick nach oben

Die Eintracht hat jetzt 34 Punkte und liegt damit einen Zähler vor Freiburg. Rang sechs, der letzte gesicherte Europacupplatz, ist mit Bayer Leverkusen (40 Punkte) noch ein Stück entfernt. Aber Platz sieben könnte reichen – falls der Sport-Club den DFB-Pokal nicht gewinnt. Das ist Rechenspiel, das ist Fußball, das ist Bundesliga im März.

Das erklärte Saisonziel der SGE war von Anfang an die Qualifikation für das internationale Geschäft. Riera und seine Mannschaft arbeiten daran. Santos hingegen wartet jetzt auf die Diagnose – und hofft, dass das Knie diesmal gnädiger ist als beim letzten Mal.