Eintracht frankfurt reist ohne götze nach mainz – riera schickt weltmeister vor die tür
Albert Riera packt die Schere. Mario Götze, 2014 noch Weltfußballer Deutschlands, fliegt kurzfristig aus dem Kader. Begründung: nicht sportlich, sondern taktisch. Die Botschaft ist so klar wie kalte Mainzer Luft – in Frankfurt zählt nur, wer jetzt liefert.
Die eintracht braucht punkte, sonst wird europa nur ein traum
Seit Riera das Ruder übernahm, kassierte die Eintracht nur vier Gegentore, drei davon in München. Die Abwehr steht, der Sturm stottert. Mit 1:0 gegen Heidenheim und 0:0 in St. Pauli holte Frankfurt gerade mal zwei Tore aus den letzten drei Spielen. Für Rang sieben – das Mindestziel – reicht das nicht, denn Leverkusen liegt nur zwei Punkte vor, hat aber das bessere Torverhältnis.
Mainz 05 hingegen schielt nach unten. Drei Zähler über der Relegation, dafür frisch im Viertelfinale der ConferenceLeague. Die Kraftreserve? Fraglich. Am Donnerstag erst 120 Minuten gegen Olmütz, jetzt 90 Minuten gegen eine Eintracht, die nach Selbstvertrauen giert.

Riera rotiert, fischer zittert
Robin Koch fehlt wegen Gelb-Rot, Can Uzun und Younes Ebnoutalib stehen zwar wieder auf dem Papier, aber nicht in der Startelf. Jonathan Burkardt, 14 Jahre Mainz, darf vielleicht gegen die alten Kumpels ran – vielleicht auch nicht. Riera: „Der Name ist egal, der Pass ist egal, das Alter ist egal.“ Kurz: Romantik verboten.
Urs Fischer muss auf Nadiem Amiri verzichten, dafür kehrt Sheraldo Becker zurück. Drei Offensivkräfte sollen die Frankfurter Abwehr knacken: Tietz, Becker, Lee. Paul Nebel, nebenbei heißester Eintracht-Kandidat für die Sommer-Transferliste, will den Scoutings vor Ort den Daumen heben.

Die horror-bilanz: 21 spiele, ein sieg
Die Zahlen sprechen gegen Frankfurt. Seit 2009 nur ein einziger Sieg in Mainz, damals André Silva mit Doppelpack. Danach vier Remis in Folge. Die Eintracht muss also nicht nur Götze ersetzen, sondern auch Geschichte umschreiben. Sonst bleibt Europa ein frommer Wunsch und die Saison plötzlich doch nur Mittelmaß.
