Hunziker ballert sich in winterthur zum basler top-stürmer – und der fcb schaut zu

Neun Tore, vier Assists – und das in einem Team, das um den Klassenkampf zittert. Andrin Hunziker spielt nicht für den FC Basel, ist aber dennoch der erfolgreichste Angreifer mit Basler Pass. Der 23-Jährige schießt den FC Winterthur mit dem Rücken zur Wand buchstäblich aus der Krise. Der FCB? Schaute im Winter verlegen zu.

Warum der fcb seinen eigenen leihspieler nicht zurückholen durfte

Warum der fcb seinen eigenen leihspieler nicht zurückholen durfte

Die Antwort steht in einem Vertrag, der keine Rückrufklausel enthält. Winterthur blockte den Transfer ab, Hunziker blieb – und liefert seitdem Woche für Woche Bilanz auf. „Ich bin niemandem böse“, sagt er, „hier habe ich eine Verantwortung.“ Ein Satz, der in Basel weh tut, denn genau diese Haltung fehlte der Offensive in den letzten Jahren.

Marco Streller kennt diese Geschichte. Er selbst musste über Thun nach Basel zurück. „Andrin hat das Zeug, sich durchzubeißen“, sagt die FCB-Legende. „Er hält Bälle, trifft aus kleinen Räumen, ist klinisch geworden.“ Die Zahlen sprechen für sich: Hunzikers Torquote liegt bei 0,48 pro 90 Minuten – besser als jedes Basler Sturmensemble seit drei Spielzeiten.

Die Ironie: Während der FCB im Winter nach einer Lösung suchte, war Hunziker bereits die Lösung – nur eben in Winterthurs Kampf statt in Basels Angriff. Die Frage ist nicht mehr, ob er zurückkehrt, sondern wann. Und ob Basel dann noch mitspielen kann oder nur noch zuschauen muss.