Ebola-angst: usa zwingen kongo zu wm-quarantäne!

Schock in der Fußballwelt: Nur drei Wochen vor dem WM-Anpfiff in Mexiko hat die US-Regierung die kongolesische Nationalmannschaft zur Isolation verdonnert. Der Grund: Der erneut ausbrechende Ebola-Virus im Kongo stellt eine massive Gesundheitsgefahr dar. Ein Trainingslager in der Heimat wurde kurzfristig abgesagt, und nun droht eine dramatische Verzögerung der Vorbereitung auf das größte Fußballturnier der Welt.

Die usa ziehen die notbremse – sicherheit geht vor

Die usa ziehen die notbremse – sicherheit geht vor

Andrew Giuliani, der WM-Beauftragte des Weißen Hauses, machte gegenüber ESPN deutlich, dass die Entscheidung im Interesse der öffentlichen Gesundheit getroffen wurde. „Wir haben dem Kongo sehr klar gemacht, dass sie die Integrität ihrer Blase für 21 Tage wahren müssen, bevor sie dann am 11. Juni nach Houston kommen können“, erklärte Giuliani. Die US-Behörden sehen in der aktuellen Situation eine zu große Gefahr, die nicht eingegangen werden darf. Die Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung, der teilnehmenden Teams und der Millionen Fans hat oberste Priorität.

Das Team der Demokratischen Republik Kongo, das sich zur Turniervorbereitung in Belgien befindet, muss nun einen Umweg in Kauf nehmen. Geplant war ein Basiscamp in Houston, Texas, wo am 17. Juni das erste Spiel der Gruppe K gegen Portugal ansteht. Ob dieses Spiel nun wie geplant stattfinden kann, ist fraglich.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat inzwischen Alarm geschlagen: Die Gefahr für die öffentliche Gesundheit im Kongo wird als „sehr hoch“ eingeschätzt. Die Zahl der Verdachtsfälle liegt bereits bei über 750, die tatsächliche Zahl dürfte aber deutlich höher liegen. Die Situation ist ernst, und die Entscheidung der USA ist nachvollziehbar, wenn auch für die kongolesischen Spieler und Verantwortlichen äußerst frustrierend.

Die Absage des Trainingslagers in Kinshasa und der geplanten Abschiedsveranstaltung mit Fans unterstreicht die Dringlichkeit der Lage. Die WM steht vor der Tür, doch die Gesundheit muss Vorrang haben. Ob die kongolesische Mannschaft rechtzeitig in die Spur findet und ihre Ambitionen in Mexiko verwirklichen kann, bleibt abzuwarten. Die kommenden Tage werden entscheidend sein.