Noval dominiert am alto de polio: triumph für den jungen astur

Ein 17-jähriger Junge hat die etablierte Konkurrenz im Schatten gelassen: Benjamín Noval vom MMR Academy hat die XXIV Vuelta a la Montaña Central de Asturias junior überragend gewonnen. Sein Triumph am Alto de Polio war nicht nur ein Sieg, sondern eine Demonstration von Kraft und Ausdauer, die in der Radsportwelt für Furore sorgt.

Die jagd nach der spitzengruppe

Die zweite Etappe begann in Figaredo mit 169 ambitionierten Fahrern, die sich auf 98 Kilometer Strecke eingestellt hatten. Zunächst formierte sich eine starke Ausreißergruppe, angeführt von Francisco Moscoso (Sanse-Elecox), Asier Fortea (Lucta-Granja Rinya), Nicolás Infante (Tenerife BikePoint-La Sede) und Beltrán Raso (Guerola/Perfil 10), die einen Vorsprung von über zwei Minuten herausfahren konnte. Doch die Teams der Gesamtklassementfavoriten zeigten ihre Entschlossenheit und neutralisierten die Fluchtgruppe geschickt, bevor sie den Anstieg zum Polio erreichten – der eigentliche Prüfstein des Tages.

Der Alto de Polio feierte in diesem Rennen sein Debüt und präsentierte eine brutale Herausforderung: 5,6 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von fast 10 Prozent und einigen Rampen, die bis zu 13 Prozent ansteigen. Die Daten von Novals Leistung sind schlichtweg beeindruckend. 17’26” für die gesamte Anstiegsetappe, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19 km/h in dieser steilen Wand, ein VAM von 1.865 Metern pro Stunde und ein Leistungsausstoß von 6,67 Watt pro Kilo – Zahlen, die die außergewöhnliche Form des jungen Asturiers unterstreichen.

Luca Martínez (Multihogar/Danena) war der letzte, der mit Noval mithalten konnte. Er hielt bis etwa drei Kilometer vor dem Ziel stand, doch dann setzte Noval einen entscheidenden Beschleunigung nach und ritt davon. Von diesem Moment an war jeder Meter ein Kampf gegen die Schwerkraft, gemessen mit Chronometer und Leistungsmesser. Die Konkurrenz hatte keine Antwort auf diese Machtdemonstration.

Ein triumph der zahlen und der beine

Ein triumph der zahlen und der beine

Martínez erreichte als Zweiter das Ziel, 1:39 Minuten hinter Noval. Aitor Michelena (Polti-VisitMalta) komplettierte das Podium mit einem Rückstand von 1:41 Minuten. Die Differenz am Ziel verdeutlicht die Dimension von Novals Sieg: In den letzten drei Kilometern öffnete er eine Lücke von fast einer Minute und vierzig Sekunden zu seinen Verfolgern. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und bestätigen: Noval ist der Mann der Stunde.

Am Samstag geht die Reise nach Pola de Laviana, wo das Rennen mit Start und Ziel in der Stadt ausgetragen wird. Die erste Etappe wird etwas flacher sein, mit Sprintwertungen auf dem Weg durch die Stadt, bevor es zum Alto de la Faya de los Lobos geht, der weniger als zehn Kilometer vor dem Ziel liegt. Ob Noval seine Dominanz fortsetzen kann, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Der junge Asturier hat mit seinem Sieg am Alto de Polio einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Radsportwelt auf sich aufmerksam gemacht.