Ea7 schlägt virtus 103-87 – play-in-traum lebt, aber der fahrplan ist brutal

Mailand fegt Bologna im Derby aus der EuroLeague-Halle. 103-87 lautet die Antwort der Olimpia auf die Pokal-Blamage vor elf Tagen. Der Play-in-Platz ist zwar noch vier Siege entfernt, doch wer diese Art von Feuer und Präzision beweist, darf träumen.

Leday und ellis brennen nieder, was zwischen den linien steht

Zackarion LeDay startet mit zehn Punkten im ersten Viertel, verwandelt dabei 5/6 Würfe. Die Defense der Virtus wirkt wie ein Vorhang, der zu spät zugezogen wird – 32 Punkte kassieren die Gäste allein in den ersten zehn Minuten. Dann kommt Bologna zurück, Niang hält den Kopf oben, Diouf räumt im Paint ab. 57-49 zur Pause, alles drin.

Doch nach dem Seitenwechsel schaltet Jordan Ellis einen Gang höher. Sieben Punkte in sechs Minuten, dazu ein Steal, der die Halle zum Kochen bringt. 76-60 nach 28 Minuten – die Segel sind gestichelt, der Vorsprung nicht mehr zu knacken. Milan spielt im vierten Viertel wie ein Team, das weiß, dass es in den letzten sechs Tagen vier Pflichtspiele absolviert hat und trotzdem noch mal zulegt. Brooks trifft von außen, LeDay versenkt den nächsten Fade-away. 103-87 – Endstand, verdient, laut.

Play-in-außenbahn: vier endspiele, null fehler erlaubt

Play-in-außenbahn: vier endspiele, null fehler erlaubt

Die Tabelle lügt nicht: Milan steht bei 12 Niederlagen, der zehnte Platz ist das Minimalziel. Verbleibende Gegner: Barcelona, Baskonia, Valencia und Alba Berlin. Kein leichtes Blatt, aber nach dieser Nacht glauben die Fans wieder, dass die Halle brennen kann. Coach Piero Poeta formuliert es nüchtern: „Wir haben uns selbst in diese Lage manövriert, jetzt müssen wir uns auch selbst rausboxen.“

Die EuroLeague ist kein Wohlfühlprogramm. Sie ist ein Marathon, bei dem man sich auf Schritt und Tritt neue Schuhe binden muss. Mailand hat jetzt die Schnürsenkel frisch geknotet – und vier Mal die Chance, sie nicht wieder zu öffnen.