Dybala: wm-traum lebt – aber rom steht im vordergrund

Rom – Paulo Dybala, der argentinische Angreifer von AS Rom, hat in seiner Heimat über seine Zukunft und die Möglichkeit eines WM-Einsatzes gesprochen. Die Aussagen des Edeltechnikers sind brisant und lassen sowohl Hoffnung als auch Ungewissheit aufkommen.

Die wm im blick, aber die pflicht ruft

Dybala hat offen eingeräumt, dass er sich natürlich einen Platz im argentinischen Kader für die Weltmeisterschaft wünscht. Allerdings betonte er deutlich, dass er sich zuerst in seiner aktuellen Rolle bei Roma beweisen muss. „Ich muss erst einmal zeigen, dass ich bei meinem Verein in Form bin“, erklärte er in einem Interview mit dem argentinischen Journalisten Pollo Alvarez. Die Worte des Spielers unterstreichen den Druck, dem er sich aktuell ausgesetzt sieht: Er muss Leistung bringen, um überhaupt in die engere Auswahl von Nationaltrainer Lionel Scaloni zu kommen. Seine Verletzungsgeschichte der letzten Monate hat ihm sicherlich nicht geholfen, seine Position zu festigen.

Die schatten der vergangenheit und die sehnsucht nach boca

Die schatten der vergangenheit und die sehnsucht nach boca

Die Abwesenheit von Dybala in der Nationalmannschaft ist ein offenes Buch. Er betont, dass er nicht versucht hat, Scaloni um eine Erklärung zu bitten. Stattdessen konzentriert er sich darauf, seine Fitness und Form zu verbessern, um dem Trainer die Entscheidung abzugewinnen. Ein weiterer interessanter Aspekt des Interviews war Dybalas offene Rede über seine Beziehung zu Paulo Paredes und dessen Familie. Die beiden Spieler und ihre Frauen pflegen eine enge Freundschaft, und Dybalas Worte zeugen von der emotionalen Bindung, die durch den Abschied von Paredes von Rom belastet wurde. Der Kommentar über ein Foto mit dem Trikot von Boca Juniors, das zu einem humorvollen Austausch im argentinischen Nationalteam führte, zeigte zudem, dass die Sehnsucht nach seiner Heimat weiterhin präsent ist.

Doch Dybala machte unmissverständlich klar: „Ich spiele jetzt für Roma und muss dieses Trikot verteidigen. Man weiß nie, was die Zukunft bringt.“ Die Aussage deutet an, dass er sich trotz der engen Bindung zu Boca Juniors und der persönlichen Beziehungen in Argentinien voll und ganz auf seine Aufgabe in Rom konzentrieren will.

Oriana Sabatini, Dybalas Partnerin, äußerte sich ebenfalls zur Situation und betonte, dass eine Entscheidung über die Zukunft von Roma abhängt und noch Zeit benötigt. Der Sportdirektor von Boca Juniors bestätigte hingegen, dass es bisher keine offiziellen Gespräche mit Dybala gab.

Die Situation ist also komplex. Dybalas Zukunft hängt von seiner Leistung bei Roma, der Entscheidung von Scaloni und möglicherweise auch von einem überraschenden Angebot aus Argentinien ab. Eines ist jedoch sicher: Paulo Dybala befindet sich an einem Scheideweg seiner Karriere, und die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein.