Dybala packt aus: rückkehr nach argentinien fix – roma droht millionengrab

Paulo Dybala verläsnt Italien. Nach drei wechselhaften Jahren bei der Roma steht die «Joya» vor dem Absprung, wie argentinische Medien übereinstimmend berichten. Der Vertrag läuft im Juni aus, ein neues Angebot liegt nicht vor. Stattdessen: Boca Juniors, Familie, Buenos Aires. Die Entscheidung ist längst gefallen.

Warum der weggang jetzt unausweichlich ist

Seit Wochen tanzt die Roma um ein Verlängerungsangebot. Die Fristen verstreichen, Dybala spürt die kalte Schulter. Die Klubführung um Tiago Pinto schweigt, die sportliche Planung läuft ohne ihn. Ein Signal, das im Spielerkabinett lauter klingt als jedes offizielle Statement. Dazu gesellt sich die Geburt seiner Tochter Gia – ein Moment, der Prioritäten verschiebt. «Er will, dass seine Kinder mit Sonne und Grillduft aufwachen, nicht mit Trittbrettgeräuschen der U-Bahn», zitiert „Olé“ einen Berater.

Die Zahlen sprechen klar: 6 Millionen Euro Grundgehalt plus Bonus zahlte Roma bislang. Boca bietet laut Quellen maximal 2,5 Millionen – aber 40 000 Fans, die ihn in der Bombonera wie einen Messias feiern würden. Für Dybala zählt der emotionale Wert, nicht der Netto-Betrag. Sein Berater Jorge Antún reiste vergangene Woche nach Buenos Aires, um die letzten Details zu klären. Ein Transfer im Juli gilt als formsache.

Wie rom seine eigene legende verliert

Wie rom seine eigene legende verliert

468 Spiele, 177 Tore, fünf Scudetti, vier Coppa-Titel – Statistiken, die im Vereinmuseum hängen, aber keinen neuen Vertrag erzwingen. Die Roma investierte in die Marketingkampagne „La Joya“, verkaufte Trikots mit Schriftzug, baute ihn zum Gesicht der US-Erweiterung aus. Nun droht der Klub, ohne Geldtransfer den Topstar ziehen zu lassen. Ein Imageschaden, der sich in Sponsoringverträgen niederschlägt. Hauptsponsor Hyundai prüft laut Branchenkreisen bereits die PR-Strategie für die neue Saison – ohne argentinischen Superhelden.

Trainer Daniele De Rossi muss umdenken. Sein 3-4-2-1 funktionierte nur mit Dybala als freiem Zehner. Ohne ihn fehlt die letzte Passlinie, der Spieler, der aus dem Stand die Verteidigung öffnet. Die sportliche Leitung scannt den Markt: Borussia Dortmunds Brandt, Atalantas Miranchuk, Barcelonas Felix – alles Optionen, keine garantierte Lösung. Die Fans diskutieren auf Twitter mit Hashtag #DybalaStay, wissen aber: Das Kapitel endet, bevor es eine echte Höhe erreichte.

Der countdown läuft: 25 tage bis zur rückkehr

Der countdown läuft: 25 tage bis zur rückkehr

Die Arthroskopie am Meniskus ist passé, das Lauftraining beginnt diese Woche. Mediziner gehen von 25-30 Tagen Reha aus – exakt die Zeit, die Roma noch hat, um die Europa-League-Qualifikation zu sichern. Dybala will fit werden, um zumindest die letzten drei Spiele in Giallorosso zu bestreiten. Ein Abschied auf dem Rasen, nicht auf der Krankenstation. Danach fliegt die Familie Sabatini-Dybala nach Ezeiza, wo schon ein eingezäuntes Anwesen wartet. Oriana, seine Frau, nimmt Anfang Juni die Moderation der True-Crime-Show „Crimenes de Argentina“ auf dem Sender Olga auf. Die Karriereplanung steht, nur der Klub fehlt noch.

Für Boca bedeutet der Transfer mehr als ein namhafter Neuzugang. Präsident Juan Román Riquelme träumt von der Libertadores-Krönung, der siebten Trophäe. Mit Dybala als Zugpferd stiegen die Ticketeinnahmen in der Gruppenphase um 38 %, die Social-Media-Reichweite kletterte auf 12 Millionen Follower. Die Bank Santander überlegt bereits, das Sponsoring um weitere drei Jahre zu verlängern. Die Wirtschaftsabteilung rechnet mit einem Plus von 20 Millionen Dollar durch Merchandising allein. Ein Gewinn, der die reduzierte Gehaltszahlung locker kompensiert.

Rom hingegen blickt in ein schwarzes Loch. Kein Transfererlös, kein Ersatz, keine Identifikationsfigur. Die Curva Sud plant ein choreografiertes Farwell, aber die Stadt verliert einen ihrer letzten Helden. Als Dybala 2019 mit Juve im Olympique siegte, flogen Pfiffe. Als er 2022 für Roma traf, brachen Jubelstürme los. Diese Spannung wird fehlen. Die Roma kehrt zurück in die Zeit vor Totti, vor De Rossi – in eine Epoche der Verwaltung statt der Vision.

Der Countdown tickt. 25 Tage, dann wird ein Flieger Richtung Südamerik starten und mit ihm der Traum eines ganzen Vereins. Die Roma bleibt zurück – mit einem Loch in der Startelf und einer Lücke im Herzen der Fans, die so schnell niemand füllen wird.