Finkgräfe trifft – und denkt an opa!
Leipzig feiert den fünften Sieg in Serie gegen Union Berlin, und Max Finkgräfe steht im Mittelpunkt. Sein erstes Tor für RB Leipzig leitete den souveränen 3:1-Erfolg ein – ein Treffer mit besonderer Bedeutung, der ihn an seinen verstorbenen Großvater erinnert.
Ein debüt-tor voller emotionen
Die Sachsen demonstrierten gegen Union Berlin eine beeindruckende Dominanz. Finkgräfes Treffer in der neunten Minute war der Auftakt zu einem Spiel, das RB Leipzig einen weiteren Schritt in Richtung Champions League näherbrachte. Acht Punkte Vorsprung auf den fünften Platz – bei nur noch drei ausstehenden Partien. Die Verfolger aus Stuttgart, Hoffenheim und Leverkusen sind vorerst in Schach gehalten. „Wie groß der Schritt heute ist, wird man am Ende sehen“, analysierte Trainer Ole Werner, während er gleichzeitig die Erwartungen dämpfte: „Es warten noch schwierige Aufgaben auf uns.“
Doch für Finkgräfe war es mehr als nur ein wichtiges Tor. „Ich habe ehrlich gesagt davon geträumt“, gestand der 22-Jährige. Das Tor ging an seinen Großvater, der ihn nicht nur zum Fußball, sondern auch dazu ermutigte, „einfach mal draufzuschießen.“ Eine Weisheit, die sich am heutigen Abend auszahlte. Seine Direktabnahme ließ Union-Torwart Rätsch keine Chance.

Mehr als nur ein joker
Finkgräfe hat sich in den letzten Spielen zu einer wichtigen Säule in der Leipziger Abwehr entwickelt. Aufgrund der Verletzung von Kapitän David Raum stand er bereits zum zweiten Mal in Folge in der Anfangself. Eine extreme Entwicklung, wie er selbst betonte. „Das war genau mein Ziel.“ Willi Orban zeigte sich überrascht von Finkgräfes Torinstinkt: „Ich wusste gar nicht, dass er so einen Abschluss hat!“
Die Ambitionen, die Champions League zu erreichen, sind im Team tief verankert. Romulo, der ebenfalls traf, sprach von „Druck auf die Mannschaft“, dieser Herausforderung gerecht zu werden. Schließlich sei er „im Sommer deshalb hierhergekommen“. Ein Druck, der die Spieler zusätzlich motiviert.
Das nächste Duell gegen Bayer Leverkusen am Samstag wird zeigen, ob RB Leipzig den Schwung mitnehmen kann. Doch zunächst gönnen sich die Spieler zwei freie Tage – ein Wunsch, den der Trainer selbst geäußert hat. Die Sachsen haben den Blick nach vorne gerichtet und wollen die Saison mit einem starken Finish krönen.
