Fußball-chaos in venaria: schiri-attacke überschattet u17-spiel!

Ein Nachwuchsspiel in Venaria Reale ist am Sonntagabend in einem Ausmaß eskaliert, das dem italienischen Fußball seit Jahren nicht mehr zu sehen war: Insulten, Rempeleien, ein Faustschlag gegen den Schiedsrichter-Vater – und das alles im Namen des Sports. Eine 16-jährige Schiedsrichterin erlebte den Albtraum ihres Lebens, während die Verantwortlichen sich nun mit den Folgen dieser beispiellosen Szenen auseinandersetzen müssen.

Die eskalation nach dem spielentscheidenden elfmeter

Die eskalation nach dem spielentscheidenden elfmeter

Die Partie zwischen den U17-Mannschaften von Venaria Reale und Turin war bis kurz vor Schluss ein spannungsgeladenes Unentschieden (3:3). Im direkten Gegenpressing erkannte die Schiedsrichterin, Grazia (Name geändert), einen Elfmeter für Turin. Der fällige Elfmeter ging rein, Turin gewann 4:3. In diesem Moment schien die Kontrolle vollständig verloren zu gehen. Eine Gruppe von Zuschauern, darunter zahlreiche Eltern der Spielerinnen, versuchte, das Spielfeld zu stürmen. „Fermati, papà, mi vergogno!” (Halt, Papa, ich schäme mich!) rief eine Spielerin ihrerseits, verzweifelt, ihren Vater zurückzuhalten.

Die Situation spitzte sich zu, als die Eltern in der Zuschauertribüne von Sicherheitskräften aufgehalten wurden. Es kam zu Handgreiflichkeiten: Die Mutter der Schiedsrichterin wurde angepöbelt und geschubst, der Vater erhielt sogar eine Ohrfeige – vor den Augen seines zwölfjährigen Sohnes. Graziens Eltern reagierten darauf, indem sie die Carabinieri alarmierten, nachdem sie selbst von den aufgebrachten Zuschauern bedrängt worden waren.

Giovanni Pasquale, der Präsident des Vereins Venaria Reale, äußerte sich umgehend zu dem Vorfall. Er verurteilte die Gewalt, brachte seine Entschuldigungen aus und betonte das pädagogische Engagement des Vereins. Er versprach zudem, gegen die Täter vorzugehen. „Mindestens muss über die Lautsprecheranlage kommuniziert werden“, so Pasquale in einer ersten Stellungnahme.

Das Sportgericht verhängte lediglich eine Geldstrafe von 400 Euro gegen den Verein. Das liegt daran, dass Graziia in ihrem Schiedsrichterbericht nicht auf die wenig kooperativen Verantwortlichen einging, sondern stattdessen die Spielerinnen von Venaria Reale lobte, die sich gewehrt hatten. Eine Entscheidung, die für Irritationen sorgte.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Graziia ihren Traum vom Schiedsrichterberuf nicht aufgibt. Die Gewährleistung der Sicherheit der Unparteiischen ist nun wichtiger denn je. Es ist traurig festzustellen, dass in diesem Fall die Erwachsenen scheinbar die Lektion nicht gelernt haben, die die jungen Spielerinnen bereits verinnerlicht haben: Respekt und Fairplay sind die Grundpfeiler des Sports.