Dresden kämpft sich frei: vermeij schießt dynamo zum befreiungsschlag!
Dynamo Dresden hat einen entscheidenden Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gemacht. Mit einem knappen, aber hochverdienten 1:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern katapultierten sich die Sachsen in aussichtsreicher Position nach oben. Vincent Vermeij, der in den vergangenen Wochen eher mit Fehlern auffiel, avancierte zum Matchwinner und bewies, dass auch aus einem vermeintlichen Tiefgang die Wende kommen kann.
Die wiedergutmachung nach düsseldorf gelang perfekt
Die Erleichterung im Dynamo-Lager war nach dem Schlusspfiff greifbar. Nach der enttäuschenden 1:3-Niederlage in Düsseldorf war der Druck enorm, doch die Mannschaft von Trainer Markus Anfang ließ sich nicht entmutigen. „Es war ein unfassbarer Fight, gerade bei diesen Temperaturen“, so Mittelfeldspieler Robert Wagner nach dem Spiel. „Wir haben zur richtigen Zeit das 1:0 erzielt und das Spiel dann über die Linie gebracht.“
Das Tor von Vincent Vermeij Mitte der zweiten Halbzeit war der Schlüssel zum Erfolg. Der niederländische Stürmer, der zuvor eine schwierige Saison hinter sich hatte, beendete seine Torflaube und traf zum umjubelten 1:0. Seine neun Saisontore sind nun entscheidend für das Überleben in der 2. Bundesliga.
Besonders bitter war für Vermeij sicherlich die Erinnerung an das Heimspiel gegen Hertha BSC, bei dem er einen Elfmeter verwarf und die Partie unglücklich mit 0:1 verlor. Diese Szene verdeutlicht, wie schnell sich die sportliche Stimmung ändern kann – von der Euphorie zur Enttäuschung.

Die tabelle lügt nicht: dresden im aufwind
Nach 28 Spieltagen rangierten die Sachsen noch gleichauf mit Kiel und Fürth knapp über dem Strich. Doch seitdem sammelte das Team wichtige Punkte und baute den Vorsprung auf die Verfolger Braunschweig, Düsseldorf und Fürth (alle 34 Punkte) auf komfortable fünf Zähler aus. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, und das wird auch der Plan sein“, betonte Wagner.
Die nächste Aufgabe für Dynamo Dresden ist das Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig, ein weiteres Endspiel im Abstiegskampf. Bereits ein Remis könnte den Klassenerhalt bedeuten, doch die Dresdner wollen sich nicht auf Teufel komm raus verlassen. „Wir versuchen nicht, auf Unentschieden zu spielen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, so Wagner entschlossen.
Alexander Rossipal blickte ebenfalls positiv in die Zukunft: „Hätten wir die aktuelle Ausgangslage im Winter so vorgelegt bekommen, hätten alle unterschrieben“, so der Linksverteidiger. Der Sieg gegen Kaiserslautern hat das Selbstbewusstsein der Mannschaft gestärkt. Dynamo Dresden hat den Klassenerhalt in der eigenen Hand.
