Camavinga: von real-star zum pfiff – droht das karriere-aus?
Madrid – Eduardo Camavinga, einst gefeierter Shootingstar im Bernabéu, erlebt gerade eine Saison, die an einen Albtraum erinnert. Nach dem verhängnisvollen Platzverweis gegen den FCBayern, der Real Madrids Chancen auf die Champions League-Krone zunichtemachte, scheint der französische Nationalspieler in eine Abwärtsspirale geraten zu sein.

Die bayern-blamage als zäsur
Der Rote Karton im Viertelfinal-Rückspiel gegen die Bayern war nicht einfach nur ein Fehler, sondern der Beginn eines dramatischen Leistungseinbruchs. Camavinga foulte zunächst Harry Kane, holte den Ball zurück und erntete in der Schlussphase schließlich die Gelb-Rote Karte. Dieser Ausrutscher kostete Real nicht nur den Einzug ins Halbfinale, sondern katapultierte Camavinga in eine tiefe Krise.
Trainer Álvaro Arbeloa hatte vor dem Duell mit Girona noch von Camavingas Bedeutung für das Team gesprochen. Doch dieser Lobpreis wirkt wie eine ferne Erinnerung. Seitdem stand der Franzose nur noch selten in der Anfangself und verlor seinen Stammplatz sogar an den jungen Thiago Pitarch, der mit gerade einmal 18 Jahren in das Mittelfeld der Königlichen eindringt.
Die Fans drehen sich ab
Der Tiefschlag kam beim Spiel gegen Alavés: Camavinga wurde eingewechselt und von den eigenen Fans im Bernabéu ausgepfiffen. Ein deutliches Zeichen des Unmuts. Doch der Mittelfeldspieler versteckte sich nicht, sondern suchte die Konfrontation mit den Fans und entschuldigte sich. Die spanische Zeitung AS lobte seine Reaktion, doch die Anfeindungen im Netz blieben hart. Forderungen nach einem Verkauf des französischen Nationalspielers werden laut.
Die Zahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Trotz 40 Einsätzen in dieser Saison und 2.019 Spielminuten konnte Camavinga das Vertrauen der Verantwortlichen und der Fans kaum zurückgewinnen. Seine Leistungen sind weit entfernt von dem brillanten Spiel, das ihn einst auszeichnete. Fehler im Passspiel, unklare Entscheidungen und ein permanentes Gefühl der Unsicherheit prägen sein derzeitiges Spiel.
Auch in der französischen Nationalmannschaft ist Camavinga nicht mehr unumstritten. Während der Länderspielpause im März blieb er gegen Brasilien ohne Einsatz und konnte auch nach seiner Einwechslung gegen Kolumbien nicht überzeugen. Eine Nominierung für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist daher fraglich. Didier Deschamps scheint nicht mehr vollends von Camavingas Fähigkeiten überzeugt zu sein.
Und dennoch will Camavinga kämpfen. Trotz der zahlreichen Wechselgerüchte und dem wachsenden Druck scheint der Franzose entschlossen, bei Real zu bleiben und sich zurückzukämpfen. Die Unterstützung von Superstar Kylian Mbappé, der ihm nach dem Champions-League-Debakel eine Umarmung schenkte, mag ihm dabei helfen.
Das nächste Duell: Am Sonntag empfängt Real Barcelona zum Clásico. Für Camavinga könnte dies die Chance sein, sich zu rehabilitieren und zu zeigen, dass er noch immer zu den besten Spielern der Welt gehört. Doch die Uhr tickt, und der Druck ist immens. Die Fans erwarten eine Reaktion. Andernfalls könnte Camavingas Albtraum endgültig wahr werden.
