Doppelt hält besser: Handball-Geschwister im Tor

Handball-geschwister im tor

Ein Ludwig im Handball-Tor kommt selten allein. In Berlin – bei den Füchsen – sind sie gleich zu zweit. Denn nicht nur Lasse Ludwig (23) steht in der Daikin Handball-Bundesliga beim Meister Füchse Berlin zwischen den Pfosten, sondern auch seine große Schwester Zoe Ludwig (26) hütet ein Füchse-Tor. Das der Spreefüxxe in der 2. Frauen-Bundesliga.

Zoe und lasse ludwig

Zoe und lasse ludwig

Vor seinem ersten Einsatz bei der A-Nationalmannschaft, die DHB-Auswahl spielt am Donnerstag (19.30 Uhr) in Nürnberg im EM-Test gegen Island, besuchte Zoe ihren Bruder beim Training in Füchse-Town, und SPORTBILD war dabei.

Wettkämpfe und herausforderungen

Wettkämpfe und herausforderungen

Die beiden schmunzeln bei der Frage, was sich zu früher, als sie noch Handball-Kinder waren, verändert hat. Zoe lacht: „Eigentlich nichts, wir lieben uns, aber kein Treffen geht ohne ein Battle ab.“ Lasse bestätigt: „Ja, wir machen aus allem immer irgendwie einen Wettkampf.“

Training und hobbys

Training und hobbys

An diesem Nachmittag ist es Siebenmeter-Werfen (3:2 für Lasse), Wettrudern (Zoe gewinnt), Liegestütze (Lasse gewinnt) oder lustige Rate-Spiele. Bei –„wer kann mehr Welthandballer aufzählen“ – macht Zoe die Punkte und schafft es irgendwie, dass der kleine Bruder am Ende die Strafübungen machen muss: 28 Burpees (Kniebeugen, Liegestütze mit einem Strecksprung).

Zoe ludwigs außergewöhnliches hobby

Zoe ludwigs außergewöhnliches hobby

Neben ihrem Handball-Job bei den Spreefüxxen ist die Sportökonomie-Studentin auch noch professionelle Hyrox-Athletin. Zoe erklärt: „Das ist ein Indoor-Fitness-Rennen, eine Kombination aus Laufen und speziellen Kraftübungen.“

Lasse ludwigs karriere

Lasse ludwigs karriere

Lasse (studiert Gesundheitsökonomie) stolz: „Das ist so krass, was sie da macht, da bin ich schwer beeindruckt. Da hätte ich gar keine Chance gegen sie. Aber ich habe Zoe versprochen, dass ich nach der Saison mal ein Rennen zusammen mit ihr mache als Team, da habe ich richtig Bock drauf.“

Jugendsünden und gemeinsame zeit

Jugendsünden und gemeinsame zeit

Schon im Garten als Kinder wollten beide immer ins Tor. Lasse: „Darum haben wir uns oft auch gekloppt, da flogen schon die Fetzen. Ich habe sie ganz schön geärgert und genervt. Ich habe Zoe mal mit dem Fingernagel ein Kreuz auf die Stirn geritzt, während sie mich gegen unsere Kücheninsel geschubst hat.“ Zoe erinnert sich: „Oh, das war übel. Bei dir stand ein Wirbel am Rücken raus und musste vor einem Handballspiel schnell wieder eingerenkt werden. Ich hatte in der Pubertät eine ziemlich kurze Zündschnur.“

Zukunftspläne

Zukunftspläne

Heute lachen beide über ihre Jugendsünden. Die beiden ehrgeizigen Torhüter spielen zum ersten Mal seit ihrer Jugend (in Helmlingen, in Baden aufgewachsen) wieder zusammen in einer Stadt und genießen es. Lasse: „Es ist schon cool, dass wir beide in Berlin bei den Füchen sind. Wir telefonieren nach unseren Spielen oft. Kochen zusammen, das kann Zoe besser, oder gucken auch die Spiele gegenseitig live an, wenn es in den Spielplan passt.“

Lasses nationalmannschafts-debüt

Lasses nationalmannschafts-debüt

So auch am Donnerstag, wenn Neu-Nationalspieler und U21-Weltmeister Lasse in der DHB-Auswahl in Nürnberg vielleicht schon sein Debüt gegen Island im A-Team gibt (19.30 Uhr, Nürnberg). Zoe: „Das ist großartig und für ihn eine große Ehre, die er genießen wird.“