Djokovic bricht durststrecke: zum ersten mal seit 2017 wieder im achtelfinale von indian wells
Novak Djokovic ist zurück in der Wüste Kaliforniens – und wie. Der 38-jährige Serbe besiegte den US-Amerikaner Aleksandar Kovacevic in drei Sätzen und steht erstmals seit acht Jahren wieder im Achtelfinale von Indian Wells. Ein Erfolg, der nicht nur statistisch bemerkenswert ist, sondern auch seine mentale Stärke unter Beweis stellt.
Djokovic gewann mit 6:4, 1:6, 6:4 – ein Score, der die Dramatik des Spiels nur ansatzweise widerspieglt. Nach einem souveränen ersten Satz ließ der Rekord-Grand-Slam-Sieger im zweiten Durchgang nach. Kovacevic, der mit seinem Aufschlag und aggressiven Returnspiel punktete, nutzte die Schwächephase aus und glich zum 1:1-Satzstand aus. Doch im dritten Satt zeigte Djokovic seine Klasse: trotz Problemen am Knöchel kämpfte er sich zurück und sicherte sich den Einzug in die Runde der letzten 16.
Alter ist nur eine zahl – zumindest für djokovic
Mit diesem Sieg wurde Djokovic zum zweitältesten Spieler, der seit 1990 das Achtelfinale eines ATP-Masters-1000-Turniers erreicht hat. Nur Ivo Karlovic war 2019 älter – ebenfalls in Indian Wells, mit 40 Jahren. Djokovic selbst kommentierte den Erfolg nüchtern: „Es war eine großartige Leistung von Aleks. Wenn er gut serviert und im richtigen Moment angreift, ist es sehr schwer, ihn zu breaken. Am Ende zählt es, auch hässlich zu gewinnen.“
Diese Einstellung – „hässlich gewinnen“ – ist kein Zufall. Djokovic hatte in den vergangenen Jahren in Indian Wells stets früh ausgeschieden, zuletzt 2019 im Achtelfinale. Die Turnierserie in der kalifornischen Wüste war lange Zeit seine Achillesferse. Nun scheint er diese zu überwinden – und das mit 38 Jahren.

Nächster gegner: jack draper wartet bereits
Bereits in der Nacht auf Mittwoch (1:00 Uhr deutscher Zeit) trifft Djokovic auf den Briten Jack Draper. Der 22-Jährige setzte sich gegen Francisco Cerúndolo durch und zeigt sich in beeindruckender Form. Für Djokovic wird es ein weiterer Test – nicht nur körperlich, sondern auch taktisch. Draper ist bekannt für seine kraftvollen Grundschläge und seine Fähigkeit, lange Ballwechsel durchzuhalten.
Doch Djokovic ist gewarnt. Nach dem Sieg gegen Kovacevic weiß er: Auch ein scheinbar sicherer Vorsprung kann innerhalb von Minuten kippen. Die Lektion aus dem zweiten Satz war deutlich: Wer nachlässt, wird bestraft. In der Wüste von Indian Wells gilt das doppelt.
Die Fans dürfen sich freuen: Djokovic ist nicht nur zurück – er ist hungrig. Und das macht ihn gefährlicher denn je.
