Mls wirft zwei profis raus: lebenslange sperre wegen wetten auf eigene gelbe karten
Die Major League Soccer hat zwei Profis auf Lebenszeit aus der Liga verbannt – weil sie auf ihre eigenen Gelben Karten gewettet haben. Yaw Yeboah und Derrick Jones spielten beide für Columbus Crew, als sie im Oktober 2024 setzten, Jones werde sich eine Verwarnung einfangen. Sekunden später folgte der gelbe Karton – und die Wette kassierte.

Die wette war nur die spitze
Laut MLS-Ermittlungen platzierten die beiden zwischen 2024 und 2025 nicht nur diese eine Wette, sondern mehrere – auf Spiele, an denen sie selbst beteiligt waren. Die Liga spricht von „vermutlich vertraulichen Informationen“, die an weitere Wettkreise weitergegeben wurden. Der Schuldspruch: Lebenslange Sperre, sofort wirksam. Für andere Ligen gilt das Urteil nicht – ein Schlupfloch, das Yeboah bereits nutzte. Nachdem LAFC seinen Vertrag im Januar auflöste, unterschrieb er in China bei Qingdao Hainiu.
Kommissar Don Garber schickt eine Kampfansage an die Szene: „Wir werden Gelb-Karten-Wetten in allen Bundesstaaten verbieten lassen.“ Die Liga will ihre Integrität zurück – auch wenn sie zugibt, dass Spielergebnisse nicht manipuliert wurden. Die Fan-Frage bleibt trotzdem offen: Wenn zwei Akteure so leichtsinnig auf Ereignisse innerhalb eines Spiels wetten, wie viele weitere denken nur laut darüber nach?
Für Yeboah ist der Fall ein Tiefpunkt in einer Karriere, die einmal nach Europa duftete. Stationen in Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Polen führten ihn 2022 nach Columbus, wo er Meister wurde. Jones, in Ghana geboren, in den USA aufgewachsen und in Manchester Citys Akademie ausgebildet, durchlief fast jeden MLS-Expansionsklub – von Philadelphia über Nashville bis Charlotte. Beide standen bereits im Oktober 2024 vorläufig unter Wettsperre, nun ist endgültig Schluss.
Die MLS zieht die Reißleine, bevor der Skandal größer wird. Die Botschaft ist klar: Selbst kleine Wetten auf scheinbare Nebensächlichkeiten kosten den Job – und das für immer.
