Dhb-kader gegen ägypten: wolff fehlt, supertalent ankermann dabei

Der DHB hat seinen Kader für die Länderspiele gegen Ägypten bekanntgegeben – und die Nominierungsliste liest sich wie ein bewusst gesetztes Signal. Andreas Wolff fehlt. Der 35-jährige Keeper des THW Kiel, seit Jahren das Rückgrat zwischen den deutschen Pfosten, bleibt diesmal zuhause. Kein Unfall, keine Verletzung. Es ist eine Entscheidung.

Was passiert, wenn wolff nicht da ist?

Bundestrainer Alfred Gislason will es wissen. Die Frage klingt fast philosophisch für einen deutschen Handball-Fan, ist aber sportlich absolut berechtigt: Wie abhängig ist dieses Team von seinem Torwart-Star? Lasse Ludwig (23, Füchse Berlin) bekommt die Chance, genau das zu beantworten. Neben ihm steht David Späth (23, Rhein-Neckar Löwen) im Aufgebot. Zwei junge Keeper, ein klarer Test.

Der Lehrgang beginnt am 16. März in Dortmund. Gespielt wird zweimal: am 19. März in Dortmund (18:15 Uhr) und am 22. März in Bremen (15:30 Uhr). Erstmals nach dem EM-Silber treffen sich die deutschen Handballer wieder – und die Atmosphäre dürfte aufgeladen sein.

Rasmus ankermann: 18 jahre, u19-weltmeister, und jetzt das

Rasmus ankermann: 18 jahre, u19-weltmeister, und jetzt das

Drei Tage als Trainingsgast. So lautet die offizielle Formulierung für das, was in Wirklichkeit der erste Auftritt von Rasmus Ankermann im Umfeld der A-Nationalmannschaft ist. Der 18-jährige Rückraumspieler vom THW Kiel hat gerade den U19-Weltmeistertitel 2025 gewonnen, seinen Vertrag beim Rekordmeister bis 2030 verlängert – und gilt intern längst als einer der aufregendsten Handballer, die Deutschland seit Jahren hervorgebracht hat. Drei Tage Trainingsgast klingt nach wenig. Es ist ein Anfang.

Wer hingegen nicht dabei ist: Nils Lichtlein (23, Füchse Berlin). Die Fußverletzung, die ihn schon bei der EM beeinträchtigte, braucht weitere Behandlung. Kein Risiko, keine Eile.

Der vollständige kader im überblick

Der vollständige kader im überblick

Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Lasse Ludwig (Füchse Berlin). Linksaußen: Lukas Mertens (SC Magdeburg), Tim Freihöfer (Füchse Berlin). Rückraum links: Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Miro Schluroff (VfL Gummersbach). Rückraum Mitte: Juri Knorr (Aalborg Handbold), Julian Köster (VfL Gummersbach). Rückraum rechts: Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf). Rechtsaußen: Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Lukas Zerbe (THW Kiel). Kreis: Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen).

Ein Kader, der Fragen stellt und gleichzeitig Antworten sucht. Wolffs Abwesenheit ist kein Zufall – sie ist Methode. Und Ankermann? Der wird sich diese drei Tage merken, egal was danach kommt.