Dfl schnürt adidas-deal: 100 millionen euro für die zukunft?
Die deutsche Fußball-Elite atmet auf: Nach dem gescheiterten Investoren-Deal hat die DFL eine neue, überraschende Finanzstütze gefunden – Adidas. Der Sportartikelhersteller stellt dem Ligaverband einen Darlehensrahmen von bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Rettung in der Bredouille oder der Beginn einer neuen Abhängigkeit? Die Fußballwelt diskutiert.
Einigung unter freunden: partnerschaftliche konditionen
Das Präsidium der DFL hat die Vereinbarung einstimmig abgesegnet, doch noch muss die Mitgliederversammlung grünes Licht geben. Im Gegenzug für das Darlehen verlängert sich der Vertrag für den offiziellen Bundesliga-Spielball um vier Jahre – bis mindestens 2034. Eine Win-Win-Situation, wie es scheint. Die Einnahmen aus der Lizenzierung des Spielballs sollen zur Rückzahlung des Darlehens verwendet werden.
Doch was bedeutet das konkret? Die DFL plant, das Geld nicht direkt an die Klubs auszuschütten, sondern für Maßnahmen in der Medienvermarktung einzusetzen. Ein strategischer Schachzug, um die Lücke zum Top-Europäern zu schließen. Denn die Wahrheit ist unschön: Wirtschaftlich hinkt die Bundesliga hinterher.

15 Milliarden euro – die schere klafft
Ligapräsident Hans-Joachim Watzke spricht Klartext: 15 Milliarden Euro an Investitionen sind in den letzten zehn Jahren an der Bundesliga vorbeigezogen. Die Premier League mit ihren milliardenschweren Investoren setzt sich immer weiter ab. Das 50+1-Regelmodell wird dabei immer wieder als Hemmschuh genannt. Die Debatte um die Zukunft des deutschen Fußballs ist damit keineswegs vom Tisch.
Dr. Marc Lenz, DFL-Geschäftsführer, räumt in der ARD-Doku „Inside Fußball“ ein, dass die Bundesliga
