Dfb-frauen demonstrieren dominanz: blick auf den austrian-derby!

Nürnberg fiebert, und das zu Recht: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft will im Heimspiel gegen Österreich einen weiteren Schritt in Richtung WM 2027 in Brasilien machen. Nach zwei souveränen Siegen gegen Slowenien und Norwegen steht nun das Duell mit der Nachbarin an – und Janina Minge warnt vor allem vor einem Kampf auf Augenhöhe.

„Derby-vibes“ und bundesliga-bekanntschaften

„Derby-vibes“ und bundesliga-bekanntschaften

Die Atmosphäre wird knisternd, so Janina Minge, die von „Derby-Vibes“ spricht. Viele Spielerinnen kennen sich aus der Bundesliga, was das Spiel umso intensiver macht. Die Erinnerungen an die klare Überlegenheit der DFB-Elf in der Nations League (4:1 und 6:0) mögen tröstlich sein, doch Minge mahnt zur Vorsicht: „Es werden zwei extrem harte Spiele.“

Die Vorbereitung im mittelfränkischen Herzogenaurach läuft planmäßig. Bundestrainer Christian Wück scheint den richtigen Ton getroffen zu haben, denn die Mannschaft präsentiert sich in blendender Form. Der klare Sieg gegen Slowenien (5:0) und der souveräne Erfolg in Norwegen (4:0) untermauern den Anspruch, sich in der Tabelle der WM-Qualifikationsgruppe festzusetzen.

Minge, die Vize-Kapitänin, blickt selbstbewusst nach vorne. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, so die 26-Jährige, die mit ihren 30 Länderspieleinsätzen zu den erfahrenen Kräften im Team gehört. Die Atmosphäre im Team ist von Harmonie geprägt, wie sie lächelnd hinzufügt: „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern.“

Besonders beeindruckend ist Mings Vielseitigkeit. Als Polizistin im Alltag und auf dem Platz überzeugt sie durch Übersicht und Flexibilität. Vom Innenverteidiger über das Mittelfeld bis hin zur Sturmposition – sie hat jede Rolle im DFB-Team bereits eingenommen. Sogar als Torhüterin sprang sie bereits ein, als Stina Johannes rotgesperrt wurde – ein Beweis für ihren unbedingten Teamgeist und ihre Bereitschaft, an jedem Punkt zur Verfügung zu stehen. „Natürlich hoffen wir, dass es nicht wieder vorkommt“, schmunzelt sie, „aber ich stehe jederzeit zur Verfügung. Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten: Ich habe jede Position gespielt.“

Das nächste Kapitel im Qualifikationskampf wird am Dienstag in Nürnberg geschrieben. Die deutsche Mannschaft ist bereit, ihre Dominanz zu bestätigen und den Weg zur WM in Brasilien mit einem weiteren Sieg zu ebnen. Die österreichischen Frauen dürfen sich auf einen heißen Kampf einstellen – der deutsche Anspruch ist klar: Weiterer Erfolg!