Deutsche darter verpassen leicester-blitz und blicken gen münchen
Zwei Tage, 14 deutsche Profis, ein Ergebnis: Null Viertelfinalisten. Die Players Championship 7 und 8 in Leicester haben die TSV Pelkum Sportwelt mit einem Paukenschlag verlassen – nur Max Hopp und Arno Merk überstanden am Montag die Vorrunde, scheiterten dann aber in Runde zwei. Die Konsequenz: Kein einziger Deutsche im Geld am Dienstag, während James Wade seinerzeit Geschichte schrieb und Ryan Searle den Sieg einsteckte.
Wade knackt die 1000er-marke und searle stoppt die schotten
Was wie ein Fußnotenthema klingt, ist in Wahrheit ein historischer Schachzug: Wade feierte seinen 1000. Sieg auf der Pro Tour – ein Wert, den vor ihm noch niemand erreichte. Searle wiederum schaltete mit Gary Anderson und Raymond van Barneveld zwei Hallen-Götter aus, bevor er Alan Soutar im Finale 8:3 zerlegte. Die Message an die deutsche Contingent: International wird nicht gewartet.
Der Blick richtet sich nach vorne. Am Dienstag geht es ab 14 Uhr in die Players Championship 8 – ohne Luke Littler, Luke Humphries, Josh Rock, Gerwyn Price und Gian van Veen. Die Superstars pausieren, weil die Premier League und der German Darts Grand Prix in München vor der Tür stehen. Wer also in Leicester jetzt zulegt, sichert sich wertvolles Preisgeld und Selbstvertrauen für die Arena am Ostbahnhof.

München wird zur schallplatte mit promi-feature
Der German Darts Grand Prix ist kein Floor-Turnier, sondern Showdown vor ausverkaufter Halle. Jonny Clayton, Stephen Bunting und Michael van Gerwen bestätigten bereits ihre Startplätze – ein Trio, das deutsche Hoffnungen in der Hypo-Arena ordentlich einheizen wird. Wer von den 14 Tourcard-Inhabern den Sprung ins Hauptfeld schafft, entscheidet sich in den nächsten 48 Stunden.
Für Hopp und Co. bleibt die Devise: Angriff statt Selbstzweifel. Die nächsten TV-Kameras laufen bereits heiß, die Preisgelder steigen, und die deutsche Fangemeinde reist mit. Bleibt nur die Frage, ob jemand aus dem eigenen Land endlich das Heimspiel-Plus nutzt – oder ob wieder ein Engländer den Pokel nach London trägt.
