Deutsche college-stars rasen ins halbfinale – andersons march-madness-traum droht zu platzen

Ivan Kharchenkov, Eric Reibe und Johann Grünloh feiern vor 20.000 Fans den Einzug in ihre Conference-Halbfinals, während Christian Anderson mit einer Hüftverletzung vom Feld humpelt und Hannes Steinbach trotz 25-Punkte-Monster-Performance nach Hause fahren muss.

Kharchenkovs perfekte nacht in kansas

Der 1,93-Meter-Guard aus München traf alle vier Würfe, sammelte drei Rebounds und bewies, warum NBA-Scouts seit Wochen seine Spiele blockieren. Arizona zerlegte UCF mit 35:8 in den ersten 13 Minuten – eine Demonstration, die selbst erfahrene Trainer mit offenem Mund zurückließ. „Wir haben den Turbo rechtzeitig gezogen“, sagte Kharchenkov nach Abpfiff, „bevor das March-Madness-Fieber unsere Köpfe explodieren lässt.“

Die Wildcats ließen in der zweiten Hälfte zwar einige offene Dreier fallen, doch der Vorsprung war so groß wie der Grand Canyon. Brayden Burries traf fünf Dreier, Tobe Awaka schubste sich 12 Rebounds unter den Korb – und Kharchenkov? Der kümmerte sich ums Übrige.

Reibe dominiert die zone – uconn spielt physik-chess

Reibe dominiert die zone – uconn spielt physik-chess

Connecticut schickte Xavier mit 93:68 nach Hause, doch die Story war Eric Reibe. Der 2,11-Meter-Center aus Berlin versenkte alle drei Feldwürfe, holte vier Rebounds und blockte jeden Drive, der sich ihm näherte. Tarris Reed Jr. sammelte 17 Punkte und 14 Rebounds, aber Reibe war der Räumdeuter, der die Zone umbaute. UConn gewann das Rebound-Duell 40:28 – ein Unterschied, der am Ende auf der Anzeigetafel buchstäblich steht.

Grünloh und der krimi in charlotte

Grünloh und der krimi in charlotte

Johann Grünloh startete in der Starting Five der Virginia Cavaliers und spielte zehn Minuten, in denen er vier Punkte und zwei Rebounds sammelte – genug, um NC State mit 72:68 zu schlagen. Das Spectrum Center kochte, als NC-State-Guard NcNeil Jr. mit 26 Punkten den Korb zum Glühen brachte. Doch Grünloh blieb cool, traf zwei von drei Würfen und half, die Führung über die Ziellinie zu retten. Morgen um 1 Uhr wartet Miami – und mit ihm die nächste Chance, sich für March Madness zu empfehlen.

Andersons sturz und steinbachs trostpreis

Christian Anderson rutschte in der zweiten Hälfte gegen Iowa State aus und blieb liegen – die Hüfte knallte aufs Parkett. Noch ist unklar, wie schwer die Verletzung ist, doch der Zeitplan ist gnadenlos: March Madness beginnt in vier Tagen. Trainer Zach Smith schäumte: „Ein Schandfleck, dass wir unseren besten Spieler verlieren, weil der Boden wie ein Eisfeld war.“

Hannes Steinbach dagegen lieferte eine 25-Punkte-16-Rebounds-3-Blocks-Galavorstellung ab – doch Washington verlor 71:73 gegen Wisconsin. Zoom Diallo verpasst den Dreier in letzter Sekunde, Steinbach schlug mit der Faust aufs Parkett. „Ich würde das 21. Double-Double gegen eine Siegmedaille tauschen“, sagte er nach dem Spiel. Die Saison ist vorbei, doch sein NBA-Draft-Stock steigt – 21 Double-Doubles in einer Big-10-Saison sind eine Zahl, die Scouts notieren.

Die Deutschen sind angekommen im College-Basketball – einige mit Sieg, andere mit Schmerz. Doch die March-Madness-Uhr tickt lauter denn je.