Desg unter druck: vorwürfe nach ard-recherche – große soll sich erklären

Hintergrund der vorwürfe

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) steht im Zentrum eines aufkommenden Skandals. Recherchen der ARD haben Vorwürfe von Haushaltsveruntreuung, nicht ausgezahlten Prämien und schlechter Kommunikation innerhalb des Verbandes während der Olympischen Winterspiele in Italien aufgedeckt. Diese Enthüllungen haben den Verbandspräsidenten, Matthias Große, erheblichen Druck ausgesetzt.

Großes statement erwartet

Matthias Große, seit 2020 Präsident der DESG, hat angekündigt, sich am Donnerstag um11 Uhr auf einer Pressekonferenz zu den Vorwürfen umfassend zu äußern. Er verspricht, „vollumfänglich“ Stellung zu beziehen. Die Athleten, vertreten durch Athletensprecher Hendrik Dombek, erwarten klare Antworten und eine umfassende Aufklärung aller offenen Punkte.

Athleten fordern transparenz

Hendrik Dombek betonte auf Anfrage des SID, dass die Athletenvertretung das Beste für alle Sportlerinnen und Sportler beider Disziplinen erreichen und konstruktiv an Lösungen für die angesprochenen Kritikpunkte mitwirken möchte. Die Forderung der Athleten ist eindeutig: Transparenz und eine offene Kommunikation mit der Verbandsspitze.

Politische und sportliche beobachtung

Die Angelegenheit hat auch die Aufmerksamkeit der Politik erregt. Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) prüft den Sachverhalt. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich „sensibilisiert“ gezeigt. Dombek begrüßt die Beobachtung durch Politik und DOSB ausdrücklich und sieht darin eine Chance für eine unabhängige Klärung der Situation.

Kritik an der verbandsführung

Die Kritik an der Amtsführung von Matthias Große ist nicht neu. Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland, berichtete, dass die Gespräche mit den Athleten der DESG ein klares Bild zeichnen: Sie fühlen sich frustriert und in Entscheidungsprozesse nicht einbezogen. Ihnen werde wiederholt „die Tür vor der Nase zugeschlagen“.

Großes ziel: rückkehr zur alten stärke

Matthias Große, der Lebensgefährte der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, übernahm 2020 die Spitze der DESG mit dem Ziel, den Verband, der seit 2010 keine Olympiamedaille mehr gewonnen hat, zu alter Stärke zurückzuführen. Die aktuellen Vorwürfe stellen dieses Vorhaben jedoch in Frage.

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