Deportivo und córdoba liefern sich im riazor ein duell auf messers schneide
20 Uhr, Riazor, Jornada 33: Deportivo de La Coruña empfängt Córdoba zum Spiel, das für beide Seiten nach Punkten riecht wie das letzte Bier vor letzter Orderschließung. Die Galicier haben nach dem 1:1 in Gijón den Atem der Spitzengruppe wieder gespürt – fünf Zähler fehlen noch zum Play-off-Rang.

Barcias kopfball und yeremays zauberlehrling
Im Molinón rettete Barcia mit einem Hammer-Kopfball den Punkt, doch der eigentliche Zündfunke war der eingewechselte Yeremay. Seit seiner Winterverpflichtung verändert der Kanadier das Tempo der Deportivo-Offensive wie ein unsichtbarer Schalter: nach seiner Einwechslung steigt die Torschuss-Quote um 27 Prozent. Trainer Borja Jiménez bastelt an einer Startelf-Version, um früher Druck zu entfachen – das Experiment könnte heute Nacht Reife zeigen.
Bei Córdoba hingegen riecht die Kabine nach verbranntem Pulver. Sieben Spiele ohne Sieg, zuletzt ein 2:2 trotz 2:0 gegen Mirandés – das war kein Remis, das war eine Demütigung. Iván Ania stand nach Abpfiff länger im Regen von Gijón als sein Team in der mixed zone. Sein Plan für La Coruña: früher pressen, dann schnell auf Adrián Fuentes und Carracedo umsteigen. Fuentes traf in drei der letzten vier Auswärtstore, Carracedo lief 37 Kilometer mehr als jeder andere Córdoba-Mittelfeldspieler – die Daten geben Hoffnung, der Tabellensechzehnte aber nagt am Selbstvertrauen.
Die Statistik spricht klar für Deportivo: seit 2023 kassierte Córdoba in vier Duellen elf Gegentore. Doch Zahlen sind nur Tapeten, wenn der Abstiegsdruck pfeift. Mit 42 Punkten stehen die Andalusier auf Platz 13 – theoretisch sicher, praktisch ein Seilakt bei 42 Grad Neigung.
Referee Mario Melero López pfiff in dieser Saison erst ein zweites Deportivo-Spiel – drei Elfmeter, zwei Platzverweise. Das Publikum im Riazor wird ihn nicht vergessen haben.
Übertragung: Movistar Vamos, parallel Live-Ticker auf Radio MARCA. Anstoß 20:00 Uhr MEZ. Wer danach noch nicht genug hat, findet auf MARCA.com die Highlights, die Pressekonferenzen und die Zahlen, die das Blut der Statistik-Fans zum Kochen bringen.
Am Ende bleibt eine Gewissheit: gewinnt Deportivo, schmilzt der Vorsprung der Play-off-Plätze auf zwei Punkte. Verliert Córdoba, rutscht es vielleicht erstmals seit 2014 wieder in die rote Laterne. Ein Spiel, zwei Dramen – und kein Drehbuchschreiber, der sich diesen Stoff ausdenkt.
