Deb-team: auftaktpleite in der wm-vorbereitung – kreis fordert reaktion
Karlsbad – Ein Paukenschlag zum Start der WM-Vorbereitung: Das deutsche Eishockey-Nationalteam unter Bundestrainer Harold Kreis musste sich in Tschechien mit 3:5 geschlagen geben. Die Niederlage wirft Fragen auf, obwohl Kreis auf eine junge Mannschaft mit vielen Debütanten setzte.
Ein blick auf die neuen gesichter
Zwei Debütanten durften im ersten Test überhaupt in der Nationalmannschaft ran, während viele Stammspieler noch in den DEL-Playoffs oder der NHL beschäftigt sind. Samuel Dove-McFalls, der in der DEL-Hauptrunde als bester deutscher Torjäger glänzte, sorgte mit seiner ersten Torvorlage für Hoffnung. Seine Sturmreihe zeigte zumindest Phasen von echtem Potential.
Leon Hungerecker, der Bremerhavener Torhüter, hatte in seinem dritten Länderspiel zwischen den Pfosten eine bewegte Partie. Jakub Flek, Filip Pyrochta, David Tomasek und erneut Tomasek trafen für die Tschechen, während Blank, Loibl und Leonhardt die deutschen Treffer erzielten. Die Leistung von Hungerecker war gemischt – einige Glanzmomente, aber auch zu viele Fehler.
Besonders die junge Garde, darunter auch Rayan Bettahar, der ebenfalls sein Debüt gab, soll diese Testspiele nutzen, um sich für die WM zu empfehlen. Kreis betonte, dass er die Spieler in der Vorbereitung intensiv beobachten und bewerten wird. „Jeder bekommt seine Chance, zu zeigen, was er kann“, so der Bundestrainer nach der Partie.

Kritik und ausblick
Die tschechische Mannschaft, angeführt vom erfahrenen Kapitän, nutzte die Fehler der jungen deutschen Mannschaft eiskalt aus. Ein 0:2-Rückstand wurde zwar aufgeholt, doch in der Folge verlor das DEB-Team die Kontrolle und ließ die Partie in der Schlussphase entgleiten. Die Abwehrarbeit ließ zu wünschen übrig, und die Standardsituationen wurden selten optimal verteidigt.
Das nächste Duell gegen Tschechien findet bereits morgen statt. Es bleibt abzuwarten, ob Kreis seine Mannschaft bis dahin umstellen und die taktischen Schwächen ausmerzen kann. Die weiteren Testspiele gegen die Slowakei, Österreich und die USA bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Verbesserung. Die WM in Zürich steht vor der Tür, aber die Vorbereitung ist noch lange nicht abgeschlossen. Die knappe Niederlage gegen Tschechien sollte als Weckruf dienen.
Die Tatsache, dass die Tschechen bereits den leeren Kasten verwirklichen konnten, unterstreicht die Defizite der deutschen Mannschaft. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die nötige Stabilität und das richtige Zusammenspiel zu finden. Denn die WM-Konkurrenz schläft nicht.
