Dbb-u18 kämpft sich zum sieg – last-second-krimi gegen slowenien!
Mannheim. Dramatische Szenen im Mannheimer Neckarstadion: Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel im Albert-Schweitzer-Turnier gegen Slowenien gewonnen – und zwar erst in den allerletzten Sekunden. Ein Sieg, der die Nerven der rund 1.200 Zuschauer strapazierte und einmal mehr zeigte, dass der deutsche Nachwuchs trotz anfänglicher Schwierigkeiten zu beeindruckenden Leistungen fähig ist.
Ein rückstand, der sich zäh wehrt
Nachdem das Team von Coach Alan Ibrahimagic am Vortag noch einen klaren Erfolg gegen Bahrain feierte, gestaltete sich die Partie gegen Slowenien deutlich schwieriger. Lange Zeit liefen die DBB-Youngster einem Rückstand hinterher, und Slowenien präsentierte sich als ein ebenbürtiger, wenn nicht sogar stärkerer Gegner. Im dritten Viertel lagen die Deutschen bereits mit bis zu 15 Punkten zurück – eine Situation, die das Publikum kurz den Atem raubte.
Doch dann kam das Comeback. Angeführt von dem jungen Lucai Anderson, dem Bruder des bekannten Christian Anderson, starteten die Deutschen eine fulminante Aufholjagd. Lucai Anderson (16 Punkte, 4/7 3P) traf zwei Dreier in Serie und belebte sein Team spürbar. Er ließ wenig später einen weiteren Dreier folgen und brachte so frischen Wind ins Spiel. Lars Danzinger (Ludwigsburg) sorgte dann mit einem Treffer aus der Ecke für den Ausgleich 23 Sekunden vor dem Ende.
Jamie Edoka bewies Nervenstärke und Verantwortung. Fünf Sekunden vor Schluss erarbeitete sich das DBB-Team den Ball erneut und Jamie Edoka (Frankfurt) ließ sich diese Chance nicht nehmen. Mit 0,8 Sekunden auf der Uhr markierte er den entscheidenden Punkt und sicherte dem Team den Sieg.
Vier deutsche Spieler blieben zweistellig: Anderson (16), Kröger (11), Vossenberg (13, 7 Rebounds) und Edoka (12). Auf slowenischer Seite war Maks Ciperle (21, 6/13 FG) der treffsicherste Akteur.
Die Reise geht für das Ibrahimagic-Team am morgigen Montag weiter, wenn um 19:30 Uhr die türkische Nationalmannschaft im Neckarstadion gastiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft ihre beeindruckende Form aus den letzten Minuten gegen Slowenien mitnehmen kann.

Ein sieg, der mut macht
Die Partie gegen Slowenien hat gezeigt: Auch wenn es nicht immer leicht läuft, kann mit Teamgeist, Kampfgeist und der Bereitschaft, bis zum Schluss zu kämpfen, einiges erreicht werden. Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat bewiesen, dass sie zu den besten Mannschaften Europas gehört und hat sich damit eine gute Ausgangsposition für die weiteren Spiele im Albert-Schweitzer-Turnier geschaffen. Der Sieg ist ein Signal an die Konkurrenz: Wir sind bereit!
