Ginter mahnt zur ruhe: freiburg vor europa-league-showdown
Freiburg steht vor dem wohl wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte – und Matthias Ginter, gebürtiger WM-Held von 2014, hat die Devise ausgegeben: Kopf frei! Vor dem Rückspiel gegen Sporting Braga warnt der Innenverteidiger vor unnötigem Druck und appelliert an die Nervosität der Mannschaft.
Konzentration statt bedeutungsgewicht
Die Ausgangslage ist klar: Freiburg muss nach dem Hinspiel-Rückstand von 1:2 mindestens ein Tor erzielen, um die Chance auf den Einzug ins Finale der Europa League zu wahren. Doch Ginter weiß, wie man mit solchen Situationen umgeht. „Grundsätzlich einfach nicht so viel nachdenken. Das kann ein Stück weit hemmen, wenn man sich bewusst wird, wie wichtig das ist“, so der erfahrene Verteidiger. Seine Worte sind ein Appell an die Mannschaft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Fußball.
Ginter erinnert an seine eigene Karriere und den Triumph von Brasilien. „Einfach Fußball spielen – so wie wir es gelernt haben und wie es von klein auf Spaß gemacht hat. Das ist immer mein Credo: Sich nicht der Bedeutung klar zu werden, sondern einfach mal machen.“ Diese unkomplizierte Herangehensweise, diese Rückbesinnung auf die Freude am Spiel, könnte der Schlüssel zum Erfolg am Donnerstagabend sein.

Schuster setzt auf kontinuität, fans sollen unterstützen
Trainer Julian Schuster scheint die gleiche Linie zu verfolgen. Er plant trotz des knappen Rückstands keine größeren Veränderungen in der Taktik. „Unsere generelle Ausrichtung ist immer, das Spiel für uns zu entscheiden. Deswegen gibt es da keine Veränderung“, erklärte er. Die Disziplin und Geduld, sowohl der Mannschaft als auch der mitgereisten Fans, werden entscheidend sein. Eine geschlossen Einheit, die an ihre Fähigkeiten glaubt, ist die beste Waffe gegen die Portugiesen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Freiburg hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass es in der Lage ist, auch unter Druck zu bestehen. Jetzt zählt es, diese Stärke zu zeigen und den Weg ins Finale zu ebnen. Denn eines ist klar: Der SC Freiburg hat die Chance, eine Ära einzuläuten, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Geschichte schreiben wird.
