Cort nielsen rast im massensprint - katalonien-rundfahrt 2026 fliegt auf nächste stufe
Mit einem Schlag, der wie ein Peitschenknall durch die Straßen von Banyoles hallte, schob Magnus Cort Nielsen seinen Uno-X-Mobility-Anschlag nach vorn und schnappte sich die Etappe. Die 167 Kilometer von Figueres waren ein einziger Katz-und-Maus-Kampf, doch der Däne hatte das letzte Wort.
Ein halber Radlänge reichte. Vor ihm bröckelte das Feld in der Zielgeraden auseinander, hinter ihm rasten Noa Isidore und Francesco Busatto vergeblich hinterher. Cort Nielsen warf den Arm in die Luft – 2026 ist sein Jahr.
Sturz kostet uhlig die tour
Die deutsche Sprint-Hoffnung Henri Uhlig musste zehn Kilometer vor dem Ziel die Segel streichen. Ein Touchiertes, ein Schlenker, ein Aufschrei – und schon war Alpecin-Premier Tech um einen Mann ärmer. Der Sturz war hart, das Aus bitter. Für den 22-jährigen Kölner ist die Katalonien-Rundfahrt vorbei, bevor sie richtig begann.
Derweil blieben die Großen heil. Remco Evenepoel und Jonas Vingegaard tuckerten wie zwei U-Boote im Feld mit. Kein Risiko, kein Zugverlust, keine Sekunde verloren. Die beiden Generalstabs-Anwärter wissen: Die Entscheidung fällt erst, wenn das Gelände steiler wird.

Godon verteidigt führung
Dorian Godon trägt weiter das weiße Trikot des Führenden. Der Ineos-Grenadier hatte nach seinem Coup auf der Auftaktetappe keine Lust, sich schon wieder zu blamieren. Mit cleverem Positionieren und einem Sprintzug wie aus dem Lehrbuch verwaltete er seine Vorsprung von fünf Sekunden.
Liam Slock hingegen darf heute Abend mit leeren Händen duschen. Der Belgier hatte 60 Kilometer lang durchgezogen, doch ein Kilometer vor dem Ziel schluckte ihn das hungrige Peloton. Ausreißer werden belohnt – aber nicht heute.
Morgen geht’s nach La Molina. Wer dann noch nicht geblutet hat, wird es tun. Die Pyrenäen warten, und mit ihnen die Frage: Wer hat die Beine, wer die Lungen, wer die Nerven? Cort Nielsen hat seine Antwort schon gegeben. Die anderen müssen nachliefern.
