Corazza trifft in der 101. minute: ascoli wirft arezzo aus dem rhythmus

Ein Elfmeter, der erst fällt, als der Schiedsrichter sich zum Monitor umdreht – und plötzlich steht die Serie C auf dem Kopf. Nach 101 Minuten verwandelt Corazza zum 2:1, Arezzo verliert die Tabellenführung und Ascoli feiert im ausverkauften Stadion den siebten Sieg in Folge.

Tomei schlägt zu, als alle mit dem remis leben wollten

600 Fans aus den Marken hatten den weiten Weg auf sich genommen, fast 8.000 Zuschauer drängten sich in Arezzo, und bis zur 34. Minute lieferte das Spitzenspiel genau das, was die Tabelle versprach: ein hartes, taktisch verbrämtes Duell auf Augenhöhe. Dann riss Rizzo Pinna die Partie mit einem Konter aus dem Mittelfeld heraus, nachdem Iaccarino den Ball im Spielaufbau verlor. Drei Minuten später glich Renzi per Kopfball nach Pattarello-Ecke aus, und die Messe schien gelesen.

Die zweite Hälfte schlürfte vor sich hin, beide Trainer wechselten sich warm, aber niemand wollte das entscheidende Risiko eingehen. Erst in der Nachspielzeit wurde es wieder hektisch: Varela scheiterte an Vitale, Arezzo wollte den Siegtreffer erzwingen, stattdessen kam es in der eigenen Box zu einem Handgemenge. Gilli packte Corazza am Trikot, der VAR zeigte Poli die Szene am Monitor – Strafe, keine Diskussion. Corazza blieb cool, schob links unten ein, und die Hymne der Picenner erschallte durch die Toskana.

Die meisterfrage ist offen – mit einem haken

Die meisterfrage ist offen – mit einem haken

Mit vier Spielen vor Schluss trennen nur zwei Punkte die Kontrahenten. Arezzo bleibt Erster mit 70 Zählern, Ascoli folgt mit 68. Der Haken: Im Hinspiel gewannen die Toskaner 2:0, weshalb sie im direkten Vergleich vorne liegen. Die nächsten Wochen werden ein Sprint auf Messers Schneide – und jeder Punkt kann über Aufstieg oder Play-off entscheiden.

Im Nachholspiel des C-Groups setzte sich Casertana mit 2:0 in Sorrento durch. Butic traf früh, Bentivegna erhöhte nach Unterbrechungen wegen Sturm und Stromausfall in der Nachspielzeit. Für den Klub aus der Amalfiküste bedeutet die Niederlage einen Dämpfer im Abstiegskampf, während Casertana den Relegationsrang fest im Blick behält.

Der Serie-C-Sommer wird heiß – und Ascoli hat gerade bewiesen, dass es in der Lage ist, Spiele in allerletzter Sekunde zu drehen. Wer jetzt noch glaubt, die Meisterschaft sei gelaufen, hat die Rechnung ohne Corazza und seine siebte Nervenstärke gemacht.