Chaos in neapel: ballerini krönt giro-comeback mitfolgloßem sieg!
Ein furioser Sprint und eine Massensturz in den letzten Metern – das war der Auftakt in einen denkwürdigen Giro d'Italia-Etappenabschluss in Neapel. Davide Ballerini vom Astana-Team behauptete sich im Chaos und sicherte sich den zweiten Etappensieg für sein Team, nachdem er eine äußerst gefährliche Schlussphase überlebt hatte. Die Bilder sind dramatisch: Viele Fahrer stürzten, darunter auch einige Favoriten.
Der weg zum sieg: ballerini überwindet hindernisse
Die Etappe war geprägt von Nervosität. Schon vor dem Zielkilometer gab es einige Stürze, wobei der Kopfsteinbelag von Neapel ein ständiges Sicherheitsrisiko darstellte. Besonders hart getroffen wurden Orluis Aular (Movistar Team) und Tobias Lund Andresen (Decathlon CMA CGM), die in den Massensturz verwickelt waren. Groenewegen und Milan wurden ebenfalls vom Sturz erfasst. Ballerini hatte das Glück, dem schlimmsten Ausmaß des Sturzes zu entgehen und konnte sich so letztendlich durchsetzen – ein Sieg von enormer Bedeutung, vergleichbar mit seinem Triumph bei der Omloop Het Nieuwsblad 2021.
Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) wurde Zweiter, gefolgt von Paul Magnier (ebenfalls Soudal Quick-Step), die beide auf dramatische Weise dem Sturz entkamen. Afonso Eulálio konnte seine rosa Trikot als Etappen- und Gesamtführer behaupten, ohne größere Probleme zu erleben.

Das wetter und die tückische strecke
Das Wetter spielte eine entscheidende Rolle. Der Regen machte das chaussierte Straßenstück in Neapel zu einer Rutschbahn. Die Strecke, die bereits 2025 Jai Hindley den Giro kostete, präsentierte den Fahrern erneut eine enorme Herausforderung. Die ständige Gefahr von Stürzen lag in der Luft, und jede Kurve barg eine potenzielle Falle. Glücklicherweise blieben die Regenschauer aus, sodass die Schlussphase über die 600 Meter Kopfsteinpflaster über die Bühne gehen konnte.
Ein gewagtes Manöver und die Vorbereitung auf das Blockhaus Nachdem das Peloton gestern in Potenzay ein intensives Rennen bestritten hatte, suchte es heute nach einer Atempause. Doch das war nicht der Fall. Jede Kurve offenbarte ein neues Risiko. Morgen stehen alle Zeichen auf Vingegaard, wenn das Rennen zum Blockhaus führt. Der dänische Teamleiter von Visma hat einen sehr intelligenten Giro-Start hingelegt und sich bisher zurückgehalten, kaum Risiken eingegangen und seine Kräfte für das, was noch kommt, konserviert – sowohl für den Giro als auch für den Tour.
Die morgige Etappe ist mit 244 Kilometern die längste der aktuellen Rundfahrt und endet mit einer Bergankunft am Koloss der Apenine. 4600 Meter Höhenunterschied bieten dem großen Dänen die perfekte Bühne, um seine Ambitionen zu zeigen.
