Celts drehen 0:1-rückstand in 3:1-spektakel – hearts' meistertraum zerplatzt in minute 87
Celtic Park bebte, die Luft brannte. In der 87. Minute war Lawrence Shanklands Führungstreffer für Hearts noch ein gefühlter Titel, doch dann schlug Daizen Maeda zu – und Glasgow riss die Schotten vom Himmel. 3:1 für Celtic, Titel Nummer 54, Serie ungebrochen seit 1985.
Shankland lässt edinburgh jubeln – engels trifft noch vor der pause
Die Hearts hatten alles richtig gemacht. Drei Tage nach dem 2:0 gegen Rangers reisten sie mit zwei Punkten Vorsprung in die Parkhead-Hölle. Als Shankland nach einer halben Stunde einschob, schien der Bann endgültig zu zerbrechen: Erstmals seit 1965 würde die Meisterschaft nicht an der Clyde enden. Aber der VAR blickte zurück, fand Handspiel, und plötzlich lag der Ball auf dem Punkt. Arne Engels – 22 Jahre jung, erst seit Januar da – verwandelelt eiskalt. 1:1, Druck bleibt.
Trainer Derek McInnes musste zweimal verletzungsbedingt wechseln, die Edinburgh-Defensive verlor ihre Automatismen. Dennoch: Bis zur 87. Minute hielt Alexander Schwolow, Ex-Bundesliga-Keeper, die Null. Dann der Moment, der seine Karriere-Nacht in eine Albtraumvorstellung verwandelte. Maeda schlüpft zwischen zwei Innenverteidigern durch, nickt flach ins lange Eck – 2:1.

Schwolow riskiert alles – osmand schiebt ins leere tor
Hearts warf alles nach vorn, Celtic konterte. In der siebenminütigen Nachspielzeit stand sogar Schwolow beim Eckstoß im gegnerischen Strafraum. Celtic klärt, der Ball rollt zu Callum Osmand. Der 20-Jährige sprintet 60 Meter, umspielt den zurückeilenden Keeper und schiebt locker ein. 3:1. Die Hearts-Chefs sinken auf die Knie, Celtic-Kapitän Callum McGregor schreit sich die Seele aus dem Leib.
Die Zahlen sind gnadenlos: 41 Jahre hält die Glasgow-Dominanz, zwölf Meistertitel in Folge gehen an Celtic. Hearts blieb 45 Minuten lang auf Titelkurs, am Ende zählt nur der Platz. Und der gehört wieder Celtic.
