Cazorla sagt ade: legendärer spanier beendet karriere in oviedo

Santi Cazorla, der Name ist untrennbar mit magischen Momenten auf dem Fußballplatz verbunden, nimmt Abschied. Nach einer glanzvollen, aber letztendlich turbulenten Saison mit Real Oviedo steht fest: Der 41-Jährige wird seine Karriere im Sommer beenden. Ein Ende, das viele Fans im In- und Ausland schmerzt.

Die achillessehnen-odyssee und das comeback

Die achillessehnen-odyssee und das comeback

Cazorlas Geschichte ist eine vom Kampfgeist und der unbändigen Willenskraft. Nach einer verheerenden Verletzung, die ihm 636 Tage auf der Tribüne ließ und eine komplexe Rekonstruktion seiner Achillessehne mit Hauttransplantationen von seinem Unterarm erforderte – acht Operationen insgesamt! – gelang es ihm, nicht nur zurückzukehren, sondern auch in der hochkarätigen La Liga zu spielen. Ein physiologischer Triumph, der an ein kleines Wunder grenzt.

Seine Rückkehr nach Oviedo, dem Verein, für den er einst als Balljunge Dienst tat, war mehr als nur ein sportlicher Akt. Für lediglich 91.000 Euro jährlich, obwohl er bereit gewesen wäre, umsonst zu spielen, verkörperte er die Loyalität und Liebe zum Verein. Ein Deal, der zudem sicherstellte, dass zehn Prozent der Einnahmen aus seinem Trikot in die Nachwuchsabteilung fließen würden – ein Beweis seines Engagements jenseits des Platzes.

Doch die aktuelle Saison verlief für Oviedo alles andere als rosig. Mit nur 23 Einsätzen, davon viele von der Bank, und null Toren kämpfte der Abstiegskampf. Die Konkurrenz war zu stark, die Punkte blieben aus. Cazorla selbst sprach Klartext: „Wenn man gegen Konkurrenten, die um dasselbe kämpft, keinen einzigen Punkt holt, dann liegt das daran, dass die Mannschaft den Anforderungen nicht gerecht geworden ist.“

Die Entscheidung für ein Karriereende ist reiflich überlegt. „Im Leben hat alles einen Anfang und ein Ende“, so Cazorla in einem Interview, das kaum Interpretationsspielraum ließ. Er will innehalten, den Rat seines Körpers hören und sich fragen, wie es weitergeht. Seine Verbindung zum Fußball wird jedoch unzerbrochen bleiben. „Ich werde zu 100 Prozent etwas im Zusammenhang mit Fußball machen, denn das ist, was ich mein ganzes Leben lang getan habe.“

Es bleibt abzuwarten, welche Rolle Cazorla in Zukunft spielen wird. Ob als Trainer, Scout oder Funktionär – seine Expertise und sein Erfahrungsschatz sind unbestritten wertvoll. Doch eines ist sicher: Der Zauberer von Oviedo wird dem Fußball fehlen. Er hinterlässt eine Legende, die für Kampfgeist, Loyalität und die unbändige Liebe zum Spiel steht. Ein Abschied, der schmerzt, aber gleichzeitig Respekt und Dankbarkeit hervorruft.