Castellón und almería: endspiel-thriller mit historischem hintergrund!

42 Spieltage, unzählige Emotionen – und jetzt ist es so weit: Die Playoffs der Segunda División stehen vor dem Ausbruch. Im ausverkauften Castalia-Stadion (über 14.000 Zuschauer!) wird am Sonntag das Hinspiel zwischen Castellón und Almería steigen, ein Duell zweier Teams mit unterschiedlichen Zielen, aber demselben Traum: dem Aufstieg.

Die vergangenheit als richtschnur?

Castellón, der Verein mit der langen Tradition, träumt von der Rückkehr in die Primera División – nach 35 Jahren! Almería hingegen muss sich mit dem bitteren Nachgeschmack einer verpassten direkten Qualifikation auseinandersetzen und nun erneut in den Playoffs um seinen Aufstieg kämpfen. Die jüngsten Aufeinandertreffen lassen jedoch aufhorchen: In den letzten beiden Saisons setzte sich Castellón deutlich durch, mit den Ergebnissen 2:5 und 4:1 im vergangenen Jahr. Auch in der laufenden Saison konnten die Gastgeber ihre Überlegenheit demonstrieren – 1:0 durch ein Tor von Chirino, der einst in Almería spielte, und ein souveränes 2:0 durch Treffer von Ronaldo Pompeu und Pablo Santiago.

Die Diskussion um den Favoriten ist in der Segunda División längst verpufft. Es ist ein 50:50-Spiel, wie Trainer Rubi betonte. Doch die Schatten der Vergangenheit und die aktuellen Personalsituationen werfen ihre Schatten auf das Duell. Rubi klagt, wie schon im Vorjahr nach dem Ausscheiden gegen Oviedo, über die fehlende Verfügbarkeit internationaler Spieler – in diesem Fall Mabil und Cipenga. Seine Worte sind scharf: „Ich zahle Spieler, die in den wichtigsten Spielen des Jahres fehlen. Meine Meinung ändert sich nicht.“

Rubis zweifel und pablos zuversicht

Rubis zweifel und pablos zuversicht

Gegnerischer Trainer Pablo Hernández sieht die Dinge gelassener. „Es sind K.O.-Spiele, die oft durch Kleinigkeiten entschieden werden“, so der Coach. Die Tatsache, dass beide Teams in der regulären Saison nur zwei Punkte auseinander lagen, unterstreicht die Spannung und Unvorhersehbarkeit dieses Duells. Castellón hat zudem ein besonderes Ambiente für seine Fans bereitet: Zwei Stunden vor dem Anpfiff wird das Team mit einem Empfang im Stadion begrüßt, um die Spieler von Beginn an zu unterstützen.

Almería hingegen muss sich mit der Erfahrung von drei enttäuschenden Playoff-Auftritten in den letzten Jahren auseinandersetzen. Gegen Girona scheiterte man in den Semifinales der Saisons 2019/20 und 2020/21. Die Erinnerungen an diese Niederlagen lasten schwer auf dem Team. Und auch im letzten Jahr verpasste man den Aufstieg knapp gegen Oviedo, eine Partie, die von der Abwesenheit von Luis Suárez und Marc Pubill aufgrund von Nationalteam-Pflichten überschattet wurde.

Die Spannung ist greifbar, die Historie spricht für Castellón – aber im Fußball ist alles möglich.