Fifa dreht sich im kreis: wasserflaschen-chaos bei der wm 2026!

Ein Hickhack um die Verpflegung der Fans bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Kanada sorgt für Verwirrung und Kritik. Zunächst verboten, dann doch erlaubt – jetzt gibt es wieder neue Regeln für die mitzubringenden Wasserflaschen. Ein regelrechtes Schaukeln zwischen Verbots- und Erlaubnispolitik.

Die wachsende verunsicherung der fans

Erst im Mai hatte die Fifa noch klargestellt, dass Fans leere, wiederverwendbare Plastikflaschen mitnehmen dürfen, die an Trinkbrunnen aufgefüllt werden könnten. Eine Maßnahme, die angesichts der erwarteten Hitze – in vielen Spielorten werden Temperaturen über 30 Grad Celsius herrschen – durchaus sinnvoll erschien. Doch dann folgte der überraschende Rückzieher: Wiederverwendbare Flaschen waren plötzlich unerwünscht. „Um Zweifel auszuschließen“, hieß es aus dem Fifa-Hauptquartier.

Die Kehrtwende stieß auf heftige Kritik, insbesondere angesichts der Hitzewarnungen. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sprach von einem „besorgniserregenden Verbot“, das die Gesundheit der Zuschauer gefährden könnte. Die Fifa reagierte nun mit einer neuen Regelung: Fans dürfen ab dem 11. Juni eine weiche, 590 ml fassende, originalverpackte Einweg-Wasserflasche mit ins Stadion nehmen. Wiederverwendbare Flaschen sind aber weiterhin tabu – „aus Sicherheitsgründen“, wie es in der Mitteilung heißt.

Ein zeichen von unsicherheit oder kalkül?

Ein zeichen von unsicherheit oder kalkül?

Die plötzlichen Änderungen werfen Fragen auf. Ist die Fifa unsicher, wie sie mit dem Thema Nachhaltigkeit und der Gesundheitsversorgung der Fans umgehen soll? Oder steckt hinter den Regelungen ein Kalkül, beispielsweise im Hinblick auf Sponsorenverträge mit Mineralwasserherstellern? Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Fest steht, dass das Wasserflaschen-Debakel das Image der Fifa weiter beschädigt und den Eindruck erweckt, dass der Weltverband sich in seinen Entscheidungen wenig handlungsfähig zeigt.

Während der 104 Turnierspiele werden die Spieler regelmäßig Trinkpausen erhalten, die in jede Halbzeit eingebaut sind. Ein kleiner Trost für die Fans, die nun mit Einwegflaschen auskommen müssen. Die Entscheidung der Fifa mag zwar aus Sicherheitsgründen getroffen worden sein, doch sie hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack und wirft ein schlechtes Licht auf die Organisation der WM 2026.