Casar-foul: duisburg-mittelfeldspieler muss drei spiele zusehen

Der Revier-Schlager zwischen Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg endete mit einem bitteren Nachgeschmack für die Zebras. Nicht nur die knappe 0:1-Niederlage am Samstagabend, sondern auch die Tätlichkeit von Aljaz Casar sorgten für Aufsehen. Der Slowene sah den roten Karton und muss nun mit den Konsequenzen leben.

Dreispiel-sperre für casar – der msv in der bredouille

Dreispiel-sperre für casar – der msv in der bredouille

Schiedsrichter Sören Storks zögerte nicht, in der 73. Minute der Partie die rote Karte für Casar zu zeigen, nachdem dieser sich gegen Essens Franci Bouebari unsportlich verhalten hatte. „Das geht eigentlich gar nicht“, kritisierte MSV-Trainer Dietmar Hirsch im Anschluss bei MagentaSport. Ein Derby, in dem man „ein bisschen cooler sein“ müsse, und in dem sich keiner solche Aussetzer erlauben dürfe. Der Vorfall wirft einen Schatten auf die Leistungen des Teams und stellt den Trainer vor eine neue Herausforderung.

Das DFB-Sportgericht folgte der Einschätzung des Schiedsrichters und verhängte eine Sperre von drei Spielen für den 25-Jährigen. Casar wird damit das Spitzenspiel zu Hause gegen den Tabellenführer VfL Osnabrück am Dienstag verpassen, ebenso das Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim am Samstag. Auch das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am 18. April steht für ihn aus. Ein herber Schlag für den Mittelfeldspieler, der erst im Januar von Dynamo Dresden an die Wedau gewechselt war und in seinen bisher zwölf Einsätzen für die Zebras immerhin ein Tor markierte – im Spiel gegen Schlusslicht Schweinfurt 05.

Doch was bedeutet der Ausfall von Casar für das Spiel des MSV? Leon Müller (25), der in der bisherigen Saison bereits 13-mal zum Einsatz kam, könnte in die Rolle des zentralen Mittelfeldspielers rücken. Es bleibt abzuwarten, ob der junge Spieler die Lücke füllen und die Qualität des Teams erhalten kann, insbesondere angesichts der schwierigen Aufgaben, die in der englischen Woche auf die Duisburger warten.

Der MSV belegt aktuell den fünften Tabellenplatz der 3. Liga, lediglich drei Punkte trennen ihn vom dritten Platz, der zur direkten Aufstiegsqualifikation führt. Die siebte Auswärtsniederlage der Saison ist ein herber Rückschlag, doch die Hoffnung auf den Aufstieg ist noch nicht gänzlich verloren. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der MSV in der Lage ist, die Herausforderungen zu meistern und den Platzverlust durch Casars Sperre zu kompensieren.