Carmona zerreißt teruel in der 90. minute – alcorcón beendet negativserie mit späten schlägen
Pinilla erlebte ein Drama in drei Akten. Manel Royo traf nach 49 Minuten, Teruel glaubte, das Spiel im Griff zu haben. Dann kam Esteban Aparicio. Und zuletzt Mariano Carmona. 1:2 nach 90 Minuten, ein Ergebnis, das sich wie ein K.o. anfühlt, obwohl kein Schlag gefallen ist.
Parra’s elf verliert die kontrolle in der zweiten hälfte
Vicente Parra hatte seine Startelf auf Stabilität getrimmt. Mit Royo als falschen Neuner und Redón als Doppelsechs wollte er Alcorcón in der eigenen Hälfte ersticken. Bis zur Pause klappte es. Royo nutzte eine Unachtsamkeit von Iván Pérez, schob zur 1:0-Pausenführung ein – sein fünftes Saisontor, alle aus dem Strafraum.
Doch Pablo Álvarez hatte noch Karten. Er wechselte zur Pause doppelt: Aparicio und Borja Martínez kamen, das Mittelfeld rückte fünf Meter höher. Teruel plötzlich mit Lücken zwischen den Ketten. Die erste hatte Aparicio nach 69 Minuten ausgemacht, als er eine Flanke von Marchán volley versenkte – 1:1, und die Stimmung kippte messbar: 62 Prozent Ballbesitz für Alcorcón in den letzten 20 Minuten, Teruel nur noch mit Rettungsaktionen.
Carmona war es dann, der den Schlusspunkt setzte. Er hatte 89 Minuten lang die Räume gesucht, sich zwischen die Innenverteidiger gedrängt. Als Tarsi auf der linken Seite den Ball durch die Linie schob, stand er genau da, wo Teruel ihn nicht haben wollte: zwischen Gálvez und Ramos. Schuss mit dem Innenrist, unten links, keine Chance für Gálvez – und das Stadion verstummte, als hätte jemand den Stecker gezogen.

Teruel bricht rekordserie – alcorcón findet wieder glauben
Die Niederlage brennt doppelt. Teruel verliert nach 13 Spielen ohne Heimniederlage, die Serie von sieben Partien ohne Pleite reißt ebenso wie die Hoffnung auf den direkten Aufstiegsplatz. Die Zahlen sind hart: nur zwei Torschüsse nach der 60. Minute, dafür acht Fouls – ein Team, das plötzlich nur noch reagiert.
Alcorcón dagegen springt auf Platz acht. Drei Spiele ohne Sieg, drei Tore in 21 Minuten – die Wende kommt zur rechten Zeit. Álvarez’ Wechsel haben eine Trefferquote von 66 Prozent in dieser Saison, kein Trainer der Gruppe bringt öfter Torschützen von der Bank. Das ist kein Zufall, sondern Plan.
Am Ende stand ein Spieler allein im Strafraum. Mariano Carmona, 29 Jahre, 1,78 Meter, 72 Kilogramm. Er hatte 89 Minuten lang gelaufen, um diesen einen Moment zu finden. Als der Ball einschlug, wusste er: Das ist nicht nur drei Punkte. Das ist die Antwort auf drei Wochen Frust. Teruel wird noch lange nach dem Grund suchen. Die Antwort lautet: Weil Alcorcón nicht aufhörte zu glauben, bis der Schiedsrichter pfeift.
