Torremolinos siegt dank eigentor – hart erkämpft in el pozuelo

Ein Eigentor von Samu Almagro in der 42. Minute reichte dem Juventud Torremolinos, um Atlético Sanluqueño mit 1:0 zu bezwingen. Kein schönes Spiel. Kein dominantes Spiel. Aber ein gewonnenes Spiel – und das zählt.

Ein abend ohne glanz, aber mit drei punkten

El Pozuelo war kein Ort für großes Fußballtheater. Das Spiel schleppte sich durch enge Räume und zähe Zweikämpfe, beide Teams tasteten sich ab wie Boxer in den ersten Runden. Antonio Calderón ließ sein Team im gewohnten 4-2-3-1 agieren – geordnet, geduldig, ohne Risiko. Torremolinos brauchte keinen Rausch. Die Mannschaft wusste, dass Stabilität in diesem Moment mehr wert ist als Spektakel.

Fünf Gelbe Karten auf Seiten der Gastgeber erzählen von einem Abend, an dem die Nerven blank lagen. Climent, Javi Mérida, Camacho, Fran García und Nico Delmonte wurden alle verwarnt. Das Spiel war ruppig, bisweilen giftig – aber Torremolinos verlor nie den Faden.

Das tor, das alles entschied

Das tor, das alles entschied

Kurz vor der Pause, als ein torloses Remis immer wahrscheinlicher wirkte, passierte es: Almagro lenkte den Ball in die eigene Ecke. Rubén Domínguez war geschlagen, der Jubel auf den Rängen kurz und erleichtert. Für Sanluqueño war es ein harter Schlag – genau im schlechtesten Moment, kurz vor der Halbzeit.

Das 1:0 wog schwer. Nicht wegen des Treffers selbst, sondern wegen des Zeitpunkts. Wer so kurz vor der Pause in Rückstand gerät, muss in der Kabine nicht nur taktisch, sondern auch mental umschalten. Pedro Mateos und sein Team schafften das nicht vollständig.

Sanluqueño suchte, aber fand nicht

Sanluqueño suchte, aber fand nicht

Im 4-4-2 versuchte der Atlético Sanluqueño, das Spiel von außen nach innen zu verlagern. Die Idee war erkennbar. Die Ausführung blieb blass. In den entscheidenden Zonen fehlte die Präzision, die nötig gewesen wäre, um Torremolinos wirklich in Bedrängnis zu bringen. Usher Lobede wurde bereits zur Pause ausgewechselt – ein Zeichen, dass die Dinge vorne nicht liefen.

Die Einwechslungen von Diallo, Luis Simón und Viedma brachten frischen Wind, aber keine Wende. Torremolinos hielt die Linien eng, ließ nichts zu und verwaltete den knappen Vorsprung mit der Ruhe einer Mannschaft, die weiß, wie man solche Spiele über die Zeit bringt.

Fünf spiele ohne niederlage – die zahlen sprechen

Torremolinos ist seit fünf Partien ungeschlagen. Das ist keine Zufallsserie. Calderón hat seiner Mannschaft eine Mentalität eingepflanzt, die auch dann funktioniert, wenn der Fußball nicht fließt. Gerade das ist das Zeichen einer Mannschaft, die reift.

El Pozuelo hat schon schönere Abende gesehen. Aber drei Punkte sind drei Punkte – und Torremolinos nimmt sie mit, ohne sich zu entschuldigen.