Bvb wirbelt den staff um: kehl raus, krösche und eberl im karussell
Der BVB hat am Sonntagmittag die Bombe platzen lassen: Sebastian Kehl muss sofort gehen. Kein langsames Ausklingen, kein Sommer-Abgang, sondern ein radikaler Schnitt mitten in die heiße Phase der Saison. Die Nachricht jagt durch die Bundesliga – und setzt sofort das nächste Fass auf: Wer übernimmt die Ruine der Sportdirektion?
Lothar matthäus zündelt im tv und bringt zwei dfb-stars ins spiel
In der Sendung „Sky90 – die Fußballdebatte“ schaltete sich Lothar Matthäus ein und warf zwei Namen in die Runde: Markus Krösche und – fast nebenbei – Max Eberl. „Es wäre schon ein Schritt nach oben“, sagte der Rekordnationalspieler über Krösche als potenziellen Kehl-Nachfolger. Dann der Seitenhieb: „Nicht ganz nach oben – da steht nämlich der FC Bayern.“
Die Logik des 65-Jährigen ist kalt: Die Münchner haben mit Eberl noch nicht verlängert. Warum? Weil sie vielleicht selbst schon wieder umdenken. Und wenn der FC Bayern zögert, kann der BVB zuschlagen. Oder umgekehrt: Krösche könnte direkt nach München wechseln, sollte Eberl frei werden. Ein Domino, das ins Rollen kommt.

Krösche hat die hintertür bei frankfurt offen gelassen
Krösche selbst schweigt, aber seine Zahlen sprechen: Seit 2021 hat er die Eintracht in die Champions-League-Ränge geführt, den Pokal geholt und Transfers wie Randal Kolo Muani und Willian Pacho in Rekorddeals verwandelt. Ein Abendessen mit Niko Kovac, dem früheren BVB-Coach, wurde bereits gesichtet. Kovac schwärmt seit Wochen von Krösches „Mischung aus Analyst und Menschenkenner“. Ein Zufall? Nicht in diesem Geschäft.
Intern gilt Nils-Ole Book vom Aufsteiger SV Elversberg als heißer interner Kandidat. Der 40-Jährige hat den Saarländern mit Daten, Drohnen-Analysen und Jugend-Scouts die 2. Liga erobert. Doch Book ist ein Projekt-Mann. Der BVB braucht jetzt einen Löwen, der sofort mit Hans-Joachim Watzke und Edin Terzic um die Ohren fliegen kann.

Die uhr tickt lauter als je zuvor
Die Entscheidung muss in den nächsten zehn Tagen fallen, bevor die Planung für die Sommer-Transfers beginnt. Wer jetzt zögert, verliert Jamie Bynoe-Gittens, Youssoufa Moukoko und vielleicht sogar Gregor Kobel an die Konkurrenz. Die Kasse ist prall – 85 Millionen Euro Plus nach der Kehl-Ära –, aber das Geld allein macht keinen Sportdirektor. Es braucht jemanden, der Signal Iduna Park beim ersten Pressetermin mit „Mensch, jetzt reicht’s“ beschimpft und trotzdem morgens um 7 Uhr schon wieder auf dem Trainingsplatz steht.
Am Ende bleibt ein Fakt: Kehl war ein Dortmunder Jung, der nie ganz losließ. Krösche ist ein Frankfurter Haudegen, der nie ganz ankommt. Eberl ist ein Münchner Zögling, der gerade nirgends richtig steht. Drei Männer, ein Stuhl, null Zeit. Die Bundesliga schaut zu – und der BVB hat den ersten Schritt schon wieder selbst erzwungen.
