Bung meng freimann plant ausstieg aus luzern – 45 einsätze reichen nicht
Luzern verliert möglicherweise seinen jüngsten Abwehrchef. Bung Meng Freimann, 20, 45-mal in der Super-League aufgelaufen, gibt im «FCL-Talk» der Luzerner Zeitung den bemerkenswerten Satz ab: «Nach der Saison schaue ich, was für mich richtig ist.» Kein «Ich bleibe», kein «Hier ist mein Zuhause» – nur ein lapidares «wir werden sehen».
Der Innenverteidiger spielt seit Sommer 2022 durchgehend von der ersten Minute. Kein anderer Feldspieler seines Jahrgangs kam in der Schweiz häufiger zum Einsatz. Trotzdem brodelt es hinter den Kulissen. Sein Vertrag läuft offiziell bis 2029, doch das hält europäische Beobachter nicht auf. Mittlerweile schicken Scouts aus Frankreich, Belgien und Deutschland regelmäßig Excel-Tabellen mit seinen Zweikampfquoten nach Luzern.

Warum freimanns ausflucht trotz vertrag bis 2029 alarmiert
Verlängert wurde der Deal im Mai 2023 – damals noch in der Hoffnung, den Rohdiamanten vor vorzeitigen Abwerbern zu schützen. Doch genau diese Klausel kann sich als Bumerang erweisen. Eine feste Ablöse ist zwar verankert, liegt aber unter der Marktwert-Schallgrenze von fünf Millionen Euro. Für einen Innenverteidiger mit 1,92 m, 86-prozentiger Passquote und zwölf Ballgewinnen pro Spiel ist das ein Schnäppchenpreis.
Inside erzählen, dass Freimann sich intern nach mehr sportlicher Perspektive umschaut. Luzerns sportliche Leitung pocht auf Europa-League-Quali als Minimalziel, doch derzeit steht der Klub nur auf Rang sieben. Ein Wechsel in eine Top-5-Liga würde dem Spieler ein Vielfaches seines aktuellen Gehalts garantieren – und das Know-how, um irgendwann in die Bundesliga zurückzukehren.
FC Luzern kann sich im Sommer 2025 eine Transfer-Offensive leisten. Mit drei Abgängen plus Freimann wären locker zwölf Millionen Euro hereingekommen, genug für zwei komplette Neuzugänge plus Leihgebühren. Die Frage lautet nur: Wollen die Verantwortlichen den Schatz ziehen lassen, bevor er den nächsten Sprung macht?
Die Antwort bekommt der Schweizer Fussball am 34. Spieltag. Wenn Freimann dann die Kapitänsbinde trägt – Luzerns Stamm-Captain Stillhart fällt mit Gelb-Sperre aus – und seine Statuten umklammert, wissen alle Beteiligten: Hier entscheidet sich, ob 2029 nur ein Datum auf dem Papier bleibt oder tatsächlich die Zukunft. Luzerns sportliche Planung steht auf Messers Schneide – und das bei einem Spieler, der vor zwei Jahren noch in der U-21 Kreuzbandriss hatte.
