Budimir jagt die 22: osasuna zittert sich zum 1:1 und träumt von europa
El Sadar wurde zur Zeitmaschine – und Ante Budimir schaltete den Turbo ein. Beim 1:1 gegen Betis schraubte der Kroate seine Heim-Tor-Serie auf sechs Spiele, traf zum 16. Mal in dieser Liga-Saison und nähert sich mit 89 Osasuna-Pflichtspieltreffern einsamen Rekorden. Noch sieben Spieltage, noch sechs Treffer bis zur Bestmarke von 2022/23. Die Wette ist offen.
1980 Kam alzate, 2024 kommt budimir
Die Choreografie vor Anpfiff war klar: Kein Blick nach vorn, sondern zurück ins Glück. Pepe Alzate und die Aufstiegshelden von 1980 bekamen Standing Ovations, die Kurve schmetterte „Campeones“, und die aktuelle Mannschaft schien die Energie zu saugen wie ein Schwamm. Dann trat Budimir auf den Rasen – und machte Vergangenheit Gegenwart. Flanke von Abde, Kopfball aus sieben Metern, 1:0. Die Uhr tickt anders, wenn der „Schwan von Zenica“ seine Zielgenauigkeit einlegt.
Betis antwortete mit Fekir-Glanz, Canales traf zum Ausgleich, doch der Abend gehörte trotzdem dem Hauptrundenschlächter. Seit Pellegrini Sevilla coacht, traf nur Ferran Torres öfter als Budimir – João Félix musste den zweiten Platz räumen. Die Statistik ist längst kein Nebengeräusch mehr, sie drohnt wie Stadion-Rock.

34 Jahre, null rost, volle power
Während andere Stürmer mit 34 Jahren über Behandlungstische stolpern, bohrt Budimir sich durch die Lücken, als gäbe es ein Geheimabkommen mit der Schwerkraft. 21 Tore waren 2022/23 seine Bestmarke, aktuell steht er bei 16. Die Rechnung ist simpel: 0,86 Treffer pro Spiel bis Saisonende, und der Rekord fällt. „Europa ist das Ziel“, sagt er – aber zwischen den Zeilen liest man: erst die 22, dann die Reise.
Osasuna bleibt sieben Punkte hinter Platz sieben, doch das Sadar glaubt wieder. Wer nach 89 Treffern immer noch hungert, der schafft vielleicht sogar 100. Und wenn Budimir dann irgendwann den Rasen verlässt, steht Alzate bereit – um ihm die Hand zu schütteln und zu flüstern: Willkommen im ewigen Kreis der roten Legenden.
