Bruce campbell kämpft gegen krebs: „ich bin ein alter hund und bleibe noch‘ne weile“

Bruce Campbell, der mit seiner Motorsäge in „Tanz der Teufel“ Filmgeschichte schrieb, legt sich jetzt selbst ans Bein. Der 65-Jährige postierte ein Foto, das ihn mit durchgestrichenem Terminkalender zeigt – dazu das Statement: „Ich habe keine Auftritte mehr, weil ich gerade mit einem Tumor Geschäfte mache. Ist behandelbar, heilbar ist was anderes.“

Die diagnose hinter dem scherz

Campbell nennt es „eine Chance“. Für ihn ist das kein Euphemismus, sondern ein Reflex. Seit 1979 schlittert er durch Blutspritzer und Splatter-Gags, jetzt wartet ein anderes Schlachtfeld: Chemo, Strahlung, Nebenwirkungen. „Der Doc sagt, die Chancen stehen gut“, berichtet er in einem Video, das er von seiner Küche in Oregon aufnahm. „Aber ‚gut‘ heißt nicht, dass ich morgen wieder Autogramme gebe.“

Die Fans reagierten mit einem Tsunami an Memes: Ash Williams in Raumanzug, Kettensäge gegen Krebszellen. Campbell selbst retweetete ein Bild, das ihn als „Großer Alter mit noch größerem Mund“ zeigt. Dazu schrieb er: „Passt. Habe ich auch so erzählt.“

Kein rücktritt, nur pause

Kein rücktritt, nur pause

„Ash vs Evil Dead“ ist seit 2018 vorbei, doch Campbell hatte noch zwei Convention-Jahre vor sich – 50 Städte, 200 Selfies pro Wochenende. Die sind jetzt abgesagt. Stattdessen dreht er kleine Cameos für „Doctor Strange 3“, wenn das Timing mit seiner Immuntherapie klappt. „Ich will Herbst noch mitnehmen“, sagt er. „Dann kommt der neue Film, und ich will fit sein, um die Leute anzulügen: ‚Alles paletti!‘“

Seine Produktionsfirma „Fake Shemp“ läuft weiter. Partner Sam Raimi erklärte gegenüber „Variety“: „Bruce ist unser Dauersender. Solange er redet, drehen wir.“

Campbells vermächtnis: ironie statt selbstmitleid

Er spricht vom „Krebs-Comeback“ und meint damit nicht Heilung, sondern den nächsten Film. „Ich habe schon gegen Deadites gekämpft, die schlimmer waren“, lacht er. Tatsache: Sein Körper hat drei Stuntunfälle, zwei Herzarrhythmien und ein Schleudertrauma überlebt. „Statistisch gesehen bin ich ein Katastrophenmagnet“, sagt er. „Da passt ein Tumor ins Portfolio.“

Die Einnahmen seiner Merchandise-Shop-Aktion „Chainsaw for Cancer“ – ein Mini-Kettensägen-Schmuckstück für 29 Dollar – gehen an die Oregon Cancer Institute. Innerhalb von 24 Stunden waren 8.000 Stück weg. „Die Leute wollen helfen. Ich will, dass sie dabei lächeln“, erklärt Campbell. „Wenn ich sterbe, sollen sie sagen: ‚Der alte Sack hat bis zum Ende den Mund nicht gehalten.‘“

Ein Datum für die letzte Show gibt es nicht. „Ich bin ein hartes altes Biest“, beendet er das Video und zieht die Kappe tiefer ins Gesicht. Dann kommt ein Schnitt – und die Motorsage heult im Off. Noch einmal.