Betis deportivo verspielt sieg in letzter minute – 2:2 gegen cd teruel
Zwei Tore Vorsprung, eine Viertelstunde vor dem Ende – und dann doch nur ein Punkt: Betis Deportivo hat sich in der Ciudad Deportiva Luis del Sol eine Siegprämie aus der Hand nehmen lassen. CD Teruel schlug zurück, obwohl die Gäste vor Spielbeginn vier Partien sieglos waren. Das 2:2 wirkt wie ein Schock.

Ein penalty, ein zwischenspurt – und ein eigentor des spielverlaufs
Lolo Pla ließ Vlad im Seville-Kasten keine Chance (5.). Betis antwortete mit Emmanuel in der 44. und Rodrigo Marina in der 51. Minute – 2:1, Führung verdient, Stimmung aufgeheizt. Dani Fragosos Reserve wirkte wie ein Uhrwerk, bis Fondarella in der 86. Minute einschob und die Uhr plötzlich stillstand. Die Gäste jubelten, als hätten sie gewonnen; die Hausherren starrten den Rasen an, als hätten sie verloren.
Die Zahlen sind gnadenlos: 64 % Ballbesitz für Betis, 17:9 Torschüsse, nur ein Punkt. Wer so dominiert und nicht gewinnt, muss sich fragen lassen, ob die Defensive im letzten Viertel schläft oder das Glück einfach den Mut belohnt. Teruel-Coach David Gómez wechselte früh, setzte auf frische Beine – und bekam den Lohn. Fondarella, erst sieben Minuten auf dem Platz, wurde zum Matchwinner mit einem Schlenzer aus 14 Metern.
Betis-Kapitän Rodrigo Marina hatte vorher die Kurve gekriegt, jetzt riss er sich an den Haaren. „Wir haben das Spiel gemacht, nicht verteidigt“, sagte er später leise. Die Galerie pfiff nicht, sie seufzte. Der Frust sitzt tief, denn die Verfolger im Table der Segunda Federación nutzen jeden Ausrutscher.
Für Teruel ist der Punkt ein Rettungsanker, für Betis ein Warnschuss. Die Saison ist lang, aber solche Nachlässigkeit nagt am Selbstvertrauen. Wer in der 86. Minute noch ausgleicht, bekommt im nächsten Spiel den ersten Schritt vorher schon mit. Und so steht fest: Die Liga verzeiht keine Schonzeit – und schon gar keine Sekunde Unachtsamkeit.
