Berrettini patzt in madrid: erster ausfall seit zwei jahren!
Madrid – Ein Schock für italienischen Tennis-Sport: Matteo Berrettini, einst Wimbledon-Finalist, ist beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid überraschend früh ausgeschieden. Der Weltranglisten-92. verlor sein Erstrundenspiel gegen den jungen Kroaten Dino Prizmic mit 6:3, 6:4 – ein Auftritt, der viele Fragen aufwirft.
Mentale blockade und verpasste chance
Die Niederlage ist besonders bitter, weil sie Berrettini erstmals seit zwei Jahren aus den Top 100 der Weltrangliste verdrängen könnte. Sein Auftreten wirkte gedrückt, und seine Reaktionen während des Spiels zeigten deutliche Anzeichen einer mentalen Blockade. Berrettini ließ seiner Frustration im Match freien Lauf und wetterte öffentlich gegen sein Team: „Was redest du mir von Tennis? Ich bin nicht in der Lage zu konkurrieren, siehst du das nicht?“, polterte er gegenüber Alessandro Bega.
Die Kritik richtete sich nicht nur gegen sein Team, sondern auch gegen seine eigene Leistung. Der Aufschlag funktionierte nicht wie gewohnt, und sein sonst so zuverlässiger Vorhand war unplatziert und fehlerhaft. Prizmic, der sich über die Qualifikation ins Hauptturnier gespielt hatte, nutzte die Schwächen Berrettinis geschickt aus und kontrollierte das Spielgeschehen.

Weitere italienische enttäuschungen
Doch Berrettini war nicht der einzige italienische Spieler, der in Madrid die Segel streichen musste. Mattia Bellucci unterlag Damir Dzumhur klar mit 6:2, 6:4, während Elisabetta Cocciaretto gegen Alycia Parks mit 6:3, 6:2 chancenlos war. Bei Bellucci kommt die Niederlage hinzu, dass er bereits 2022 in Madrid eine hitzige Auseinandersetzung mit Dzumhur hatte, der ihm damals nach dem Match die Hand nicht gegeben hatte.
Die Frage, die nun im Raum steht: Kann Berrettini diesen Tiefpunkt überwinden und seine Form wiederfinden? Oder markiert dieser frühe Aus in Madrid den Beginn einer neuen Durststrecke für den einst so gefürchteten Mann?
