Berliner amateurfußball: rettungsplan nach der langen winterpause
- Einführung: eine lange zwangspause
- Die aktuelle situation: generalabsage und ihre folgen
- Optimismus trotz herausforderungen
- Probleme im ü-bereich: ein besonderer fall
- Lösungsansätze für den ü-bereich
- Weitere herausforderungen: platzmangel und feiertage
- Appell an die sportämter und ein optimistischer ausblick
Einführung: eine lange zwangspause
Der Berliner Amateurfußball befindet sich in einer ungewissen Lage. Durch die anhaltenden winterlichen Bedingungen und die daraus resultierende Generalabsage aller Spielklassen bis zum 15. Februar steht der Spielbetrieb still. Doch der Berliner Fußball-Verband (BFV) arbeitet an einem Plan, um die Saison dennoch zu retten. Als Klaus Schäfer von TSV Pelkum Sportwelt verfolge ich die Entwicklungen mit großem Interesse und möchte hier die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Die aktuelle situation: generalabsage und ihre folgen
Seit Januar herrscht im Berliner Amateurfußball eine Generalabsage. Ursprünglich bis zum 8. Februar befristet, wurde sie nun bis zum 15. Februar verlängert. Betroffen sind alle Pflichtspiele im ordentlichen und Freizeitspielbetrieb. Trotzdem dürfen die Vereine weiterhin trainieren, was eine wichtige Grundlage für die Fortsetzung des Spielbetriebs darstellt.

Optimismus trotz herausforderungen
Joachim Gärtner, Präsidialmitglied Spielbetrieb beim BFV, zeigt sich optimistisch. Die steigenden Temperaturen geben Hoffnung, dass die Spielzeiten der einzelnen Ligen ordnungsgemäß zu Ende gebracht werden können. Die Sportämter haben zudem signalisiert, dass die Trainingsplätze ab Mitte der Woche wieder freigegeben werden sollen. Dies ermöglicht den Mannschaften, sich auf die Rückrunde vorzubereiten.
Probleme im ü-bereich: ein besonderer fall
Während im Jugend-, Frauen- und Herrenbereich die Lage vergleichsweise entspannt erscheint, gibt es im sogenannten Ü-Bereich (Altersklassen Ü32 bis Ü60) erhebliche Probleme. Hier sind bereits rund 700 Spielausfälle zu verzeichnen. Die Vereine beharren auf 14er-Staffeln, was die Situation zusätzlich erschwert. Der BFV hatte vorgeschlagen, die Staffeln auf 12 Teams zu reduzieren und Spiele auch in den Ferienzeiten anzusetzen, doch diese Vorschläge wurden von den Vereinen abgelehnt.

Lösungsansätze für den ü-bereich
Um den Spielbetrieb im Ü-Bereich zu retten, plant der BFV, einen Antrag zu stellen, auch für diese Altersklassen Spiele in den Ferienzeiten zuzulassen. So könnten beispielsweise die Osterferien für Nachholspiele genutzt werden. Ziel ist es, die älteren Spieler nicht zu überlasten und sicherzustellen, dass sie nicht zu mehreren Spielen pro Woche gezwungen werden.

Weitere herausforderungen: platzmangel und feiertage
Neben den witterungsbedingten Problemen und den Schwierigkeiten im Ü-Bereich gibt es weitere Herausforderungen. Der Berliner Fußball leidet traditionell unter Platzmangel. Die Verteilung der Mannschaften auf die einzelnen Anlagen erfordert Fingerspitzengefühl von den Staffelleitern. Zudem könnte es am 8. März, dem internationalen Frauentag, zu Sperrungen von Plätzen kommen, da die Bezirksämter dann höhere Gehälter zahlen müssten.
Appell an die sportämter und ein optimistischer ausblick
Gärtner appelliert an die Sportämter, davon abzusehen, Plätze am Frauentag zu sperren. Insgesamt überwiegt jedoch der Eindruck, dass der BFV einen Plan hat und die Saison retten kann. Sollte es jedoch nochmals zu extremen Witterungsbedingungen kommen, könnte es zu Saisonabbrüchen kommen. Dabei spielen auch die Zugänglichkeit zu den Sportanlagen und die Haftungsfragen eine Rolle. Insgesamt bleibt die Situation angespannt, aber der Optimismus ist groß.
