Bellingham findet zurück: bayern-test zeigt erste hoffnungsschimmer
Madrid – Jude Bellingham, einst gefeiert als Schlüsselspieler im Champions-League-Triumph, schien in den letzten Monaten in eine Talsohle zu geraten. Verletzungen und fehlende Konstanz plagen den jungen Engländer. Doch gegen den FC Bayern München deutete einiges auf ein Wiederaufleben des Talents hin – und ein klarer Anspruch an die Zukunft.
Die last der erwartungen und die folgen von verletzungen
Die Saison verlief für Bellingham alles andere als nach Plan. Nach einer herausragenden ersten Saison, in der er maßgeblich zum Gewinn der 15. Champions-League-Trophäe für Real Madrid beitrug, kämpfte er in den folgenden zwei Jahren mit einer spürbaren Formschwankung. Ein Großteil dieser Unregelmäßigkeiten lässt sich auf eine Reihe von Verletzungen zurückführen. Zunächst verpasste er den Beginn der Saison aufgrund von Problemen an der linken Schulter, die bereits im vorangegangenen Jahr bestanden hatten. Als er langsam wieder an seine Topform herankam, setzte ihn eine Muskelverletzung erneut aus.
Diese erzwungene Pause wirkte sich nicht nur auf seine körperliche Fitness aus, sondern auch auf seine mentale Stabilität. „Es war eine frustrierende Saison“, gab Bellingham im Vorfeld des Spiels gegen Bayern zu. „Ich hatte Pech mit den Verletzungen, und es ist schwierig, wieder in den Rhythmus zu finden und sich auf die Spiele vorzubereiten. Aber je mehr man spielt, desto besser wird man.“

Ein vielversprechendes comeback gegen bayern
Gegen den FC Bayern zeigte Bellingham dann endlich erste Anzeichen einer Rückkehr zu alter Stärke. Er spielte die kompletten 90 Minuten und lieferte eine seiner besten Leistungen in der laufenden Saison. Die Absenz von Tchouaméni zwang ihn, eine defensivere Position einzunehmen, was ihm mehr Verantwortung sowohl im Spielaufbau als auch in der Defensivarbeit gab. Er meisterte diese Aufgabe mit Bravour: aktive Balleroberung, präzise Pässe und konstante Präsenz im Spiel.
Besonders beeindruckend war sein Einsatzwillen. Bellingham kämpfte um jeden Ball, zeigte unermüdlichen Kampfgeist und trieb sein Team in den entscheidenden Momenten voran. Er war sogar der Spieler mit den meisten gelaufenen Kilometern im Real Madrid Trikot – mit 10,6 Kilometern lief er nur Kimmich (11,7 km) und Pavlovic (11,1 km) mehr hinterher. Auch die Statistiken unterstreichen seine Leistung: 6 Ballgewinne, 8 von 12 gewonnenen Luftduellen, eine Passquote von 85% und 4 von 6 erfolgreichen Dribblings.
Obwohl er selbst keine Torerfolg vorweisen konnte – ein vielversprechender Abschlussversuch wurde durch Vinícius vergeben – unterstrich Bellingham, dass er bereit ist, seine Rolle anzupassen und dem Team auf andere Weise zu helfen. „Ich kann in verschiedenen Positionen spielen. Es ist gut und schlecht, aber man muss sich anpassen. Wenn ich nicht treffe, muss ich dem Team helfen“, erklärte er.
Nach dem Ausscheiden aus der Champions League veröffentlichte Bellingham eine Botschaft auf seinen Social-Media-Kanälen: „Die guten Zeitenwerden zurückkehren.“ Und das Spiel gegen Bayern war der erste Schritt in diese Richtung. Die Fans können sich auf eine verbesserte Bellingham-Version freuen – sofern die Verletzungspech ihn verschont.
