Bayern-fans trotzen preisexplosion: so kommen sie nach madrid!
Madrid, 7. April 2026 – Die Champions-League-Partie zwischen Real Madrid und Bayern München hat eine regelrechte Ticket-Hölle ausgelöst. Flugpreise von München nach Madrid sind in astronomische Höhen geschnellt, doch die treuesten Fans des Rekordmeisters lassen sich davon nicht aufhalten. Sie ergreifen kreative und manchmal auch abenteuerliche Maßnahmen, um ihre Mannschaft im Estadio Santiago Bernabéu anzufeuern.
Horrorpreise zwingen zu ungewöhnlichen reisemethoden
Kaum war bekannt, dass es für die Bayern im Viertelfinale gegen die Königlichen geht, schossen die Flugpreise in die Höhe. 800 bis 900 Euro für einen Hin- und Rückflug – das ist für viele Fans schlichtweg unbezahlbar. Doch Bayern-Anhänger sind bekannt für ihre Loyalität und ihren Einfallsreichtum. Einige wagen die lange Reise mit Neuner-Bussen, obwohl die Spritpreise geradezu unverschämt sind. Andere wählen noch ausgefallenere Routen: Sie fliegen zunächst nach Valencia, von dort nehmen sie die Bahn nach Madrid und fliegen nach dem Spiel über Brüssel zurück in die bayerische Heimat – eine logistische Meisterleistung für den Sieg ihrer Mannschaft.

Fanclub mietet „fanair“: leberkäse und bier an bord
Ein Lichtblick in dieser Ticket-Flaute sind die Sonderflüge, die von verschiedenen Fan-Gruppierungen organisiert wurden. Rudi Grabmeier, Präsident des Fanclubs „Red Bulls Taubenbach“, hat da die Nase vorn: Er buchte einen Airbus 320 bei einer Kölner Fluggesellschaft. 180 Fans können so für vergleichsweise kleines Geld nach Madrid fliegen und ihre Mannschaft unterstützen. „Ich habe das zum ersten Mal 2010 beim Finale gegen Inter Mailand gemacht – damals waren es gleich drei Flugzeuge“, erzählt Grabmeier stolz und gibt seinem Flieger liebevoll den Namen „FanAir“.
Aber wer erwartet hier eine einfache Billigfluggesellschaft? Nein, Grabmeier lässt es sich nicht nehmen, seine Fans kulinarisch zu verwöhnen: 500 Liter Gerstensaft und ausreichend Leberkäse sind an Bord. „Wer will nicht zu diesem Spiel?“, fragt der Fanclub-Chef rhetorisch und muss sich keine Sorgen machen, dass die Tickets unbesetzt bleiben. Innerhalb von 24 Stunden war Grabmeiers Flieger ausgebucht – ohne jegliche Werbung. Der Preis pro Kopf: 475 Euro.
Der Rückflug startet bereits am Mittwochmorgen um 3:30 Uhr, direkt nach Abpfiff. Ein straffes Programm, aber für solch ein wichtiges Spiel ist man bereit, jede Mühe auf sich zu nehmen. Denn für die Bayern-Fans ist es klar: Die Unterstützung ihrer Mannschaft hat oberste Priorität, koste es, was es wolle. Die Leidenschaft für den FC Bayern kennt keine Grenzen – und auch keine Preisobergrenze.
