Bayern-boss dreesen wettert: schiris im visier – „phase fragwürdiger entscheidungen“

Die Bayern-Seite kocht. Nach dem 1:1 in Leverkusen schlägt Vorstandschef Jan-Christian Dreesen den Bogen von der Diaz-Roten, dem zurückgenommenen Kane-Tor und dem Elfmeter, der nicht gepfiffen wurde, zu einer angeblichen Anti-Bayern-Linie der Schiedsrichter. Seine These: „Wir werden systematisch benachteiligt.“

Der fall diaz: schwalbe oder berechtigter fall?

Minute 67. Luis Diaz stolpert über den einschießenden Keeper Blaswich, landet auf dem Rasen, sieht Gelb – und muss mit Gelb-Rot runter. Zwischenstand: 0:1, danach 1:1. Die Bilder zeigen, dass der Kontakt minimal ist, aber da. Schiri Christian Dingert entschied auf Simulation, räumte nach dem Spiel in der Mixed Zone ein: „Wenn ich die TV-Bilder sehe, würde ich anders urteilen.“ Doch die Karte bleibt, Diaz fehlt gegen Union. Der FC Bayern legte bereits Einspruch ein – Erfolg offen.

Die Regelverschärfung kommt erst 2026/27. Dann darf der VAR auch bei zweiter Gelber korrigieren – zu spät für München.

Kane-tor wegen handball annulliert – juristisch korrekt, emotional ein schlag

Kane-tor wegen handball annulliert – juristisch korrekt, emotional ein schlag

Szene vor der Pause. Kane schiebt ein, doch Dingert nimmt den Treffer zurück, weil der Ball zuvor von Kanes angelegtem Arm prallt. Die Regel ist klar: Jede Hand, die zur Balleroberung führt, macht das anschließende Tor wertlos – egal ob absichtlich oder nicht. Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß tobt: „Schlimmste Leistung, die ich je gesehen habe.“

Podcast-Host Jens Walbrodt relativiert: „Die Hand ist im Abspiel, das Tor fällt unmittelbar – juristisch korrekt.“ Anne Hilt wirft ein: „Anderswo wird wegen Fouls fünf Aktionen vorher zurückgepfiffen, da wirkt die Regel willkürlich.“

Statistik spricht gegen bayern-opfer-mythos

Statistik spricht gegen bayern-opfer-mythos

Seit der Winterpause kassierte Bayern dreimal Rot, zweimal per Gelb-Rot, einmal per Direkt-Rot – Spitzenwert der Liga. Doch die Zahlen lügen nicht: In 23 Bundesliga-Partien profitierte der Rekordmeister laut Kollektiv-Analyse der Kicker-Redaktion 13-mal von VAR-Eingriffen – nur Leipzig (14) hatte mehr Zuspruch. Der DFB-Spielausschuss wird die Beschwerde prüfen, eine Änderung der Sperre gilt als unwahrscheinlich.

Der Druck wächst. Am 27. Spieltag empfängt Bayern Union Berlin – ohne Diaz, vielleicht ohne die Dienste eines weiteren Stürmers, wenn die Verletztenmisere anhält. Für Trainer Vincent Kompany wird die Partie zum Führerspiel: Drei Punkte, oder die Meisterfrage entscheidet sich vor dem 30. Spieltag.

Bis dahin bleibt ein Gefühl: Selbst wenn die Schiedsrichter nicht gegen Bayern pfeifen, glaubt der Klub fest daran – und das kann in der heißen Phase Saison entscheidend sein. Die Liga schaut gebannt auf München, wo sich Wut und Anspruch vermählen. Die Bayern fordern Gerechtigkeit, der Rest der Liga ein Foul an der Wahrheit.