Bayern scheitert an fehlender kaltschnäuzigkeit – schiri-pfifflichkeiten als salz in der wunde!

München – Der Traum vom Triple ist geplatzt. Der FC Bayern München hat die Champions League verpasst, obwohl lediglich ein Unentschieden gegen Paris Saint-Germain für den Einzug ins Finale gereicht hätte. Doch am Ende blieb ein bitterer Nachgeschmack, geprägt von verpassten Chancen und fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter.

Die offensive versagte: bayern fehlt der killerinstinkt

Nach dem turbulenten Hinspiel in Paris, das mit 4:5 endete, wirkte die Bayern-Offensive im Rückspiel in der Allianz Arena überraschend blass. Manuel Neuer brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir waren heute keine Killer in der Offensive. Dieser Schlüsselmoment im Spiel hat einfach gefehlt.“ Der Vergleich zum Hinspiel konnte kaum schlechter sein: Waren es damals noch vier Tore, tat sich die Mannschaft von Vincent Kompany schwer, überhaupt zwingende Torchancen zu kreieren. Luis Díaz (22., 69.) und Michael Olise (27., 70.) hatten zwar gute Aktionen, doch wirklich gefährlich wurde es selten. Jamal Musialas Chance in der 44. Minute blieb ungenutzt. Paris präsentierte sich hingegen als abgebrüht und effektiv.

Ein fragwürdiger schiedsrichter entscheidet?

Ein fragwürdiger schiedsrichter entscheidet?

Doch nicht nur die eigene Leistung ließ bei den Bayern zu wünschen übrig. Auch die Leistungen des portugiesischen Schiedsrichters João Pinheiro sorgten für Unmut. Bereits in der 23. Minute pfiff er Harry Kane wegen vermeintlicher Abseitsposition zurück – ein Pfiff, der von vielen als zu früh kritisiert wurde. Nur sechs Minuten später ließ er ein klares Handspiel von Paris' Nuno Mendes, der bereits gelbverwarnt war, straffrei ziehen und entschied stattdessen auf ein Handspiel von Konrad Laimer. „Das sind halt so Entscheidungen, die nicht auf unsere Seite liefen“, kommentierte Laimer erstaunlich gelassen. Michael Ballack, DAZN-Experte, sah hier ein deutliches „Gschmäckle“ und vermutete, dass der Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte vermeiden wollte. Eine ebenfalls umstrittene Szene im Strafraum der Pariser sorgte für weiteren Gesprächsstoff.

Kvaratskhelia – der neue goldjunge?

Kvaratskhelia – der neue goldjunge?

Während die Bayern mit sich kämpften und über den Schiedsrichter schimpften, feierte Paris seinen neuen Star. Khvicha Kvaratskhelia, von den Fans bereits als „Kvaradona“ gefeiert, war der Mann des Abends. Der Georgier bereitete Dembélés Tor vor, dirigierte das Spiel seiner Mannschaft und war kaum zu stoppen. Steven Gerrard lobte ihn nach dem Spiel in höchsten Tönen: „Er arbeitet, er geht in Zweikämpfe, er kann Vorlagen geben, er kann Tore schießen. Für mich ist er derzeit der beste Flügelspieler der Welt.“ Für PSG könnte Kvaratskhelia der Schlüssel zum Titelgewinn sein.

Die Niederlage ist ein herber Schlag für den FC Bayern. Die Saison ist damit noch errettbar, doch die Champions League Träume sind geplatzt. Die Diskussion um die Schiedsrichterleistung wird die Gemüter noch lange beschäftigen. Fakt ist: Paris Saint-Germain präsentierte sich als die klarere Einheit und hat sich den Einzug ins Finale redlich verdient. Die Bayern müssen nun analysieren, wo es in der Offensive hakt und wie man in Zukunft kaltschnäuziger agiert.