Bayern zerfetzt atalanta und lässt real zittern: die bestie ist zurück

München schlägt Bergamo erneut 4:1, feiert das 6:1 im Rückspiel und schickt eine Warnung nach Madrid: Dieser FC Bayern beißt wieder. Harry Kane erzielt zwei Tore, zwei Teenager debütieren, Julian Nagelsmann ruft zwei Münchner in den DFB-Kader – und Vincent Kompany lächelt wie ein Mann, der weiß, dass sein Team gerade erst warmgekickt hat.

Kane trifft doppelt, pavic wird 16-jährig zum rekordler

25. Minute: Elfmeter, Kane verwandelt kalt. 54. Minute: Kane chippt aus 16 Metern ins Kreuzeck, Torwart Carnesecchi guckt wie nach einem Zaubertrick. 56. Minute: Deniz Ofli, 18, jagt Bellanova, legt quer, Karl vollendet – 3:0. 70. Minute: Díaz schlenzt das 4:0, 72. Minute: Filip Pavic, 16 Jahre und 27 Tage alt, ersetzt Stanisic und ist jüngster Bayern-Spieler in der Königsklasse, vor ihm stand nur ein Brief der Eltern zwischen Kindheit und Champions-League-Rasen.

Die Zahl, die Madrid beschäftigt: 17 Tore in zwei Spielen gegen Atalanta, dazu 67 Prozent Ballbesitz, 36 Schüsse, 7 Paraden von Urbig – kein Gegentor aus dem Spiel heraus. „Wir haben keinen Verwaltungsmodus“, sagt Kompany, „wir haben einen Angriffsvirus.“

Real madrid, zieh dich warm an

Real madrid, zieh dich warm an

Der Vorletzte, der die Bayern in einem K.o.-Duell schlug, hieß Real Madrid – 2018 im Halbfinale. Seitdem vier Niederlagen in Folge gegen die Königlichen, doch die Formkurve zeigt nach oben, Madrids Defensive hingegen wackelt. Vinícius und Bellingham treffen in LaLiga noch, aber hinten ließ Real in den letzten drei Spielen fünf Gegentore zu. Kompany zuckt nur mit den Schultern: „Ich hab keine Lust, Favoriten zu benennen. Wir bereiten uns auf ein Fußballfest vor.“

Bei den Bayern bereiten sich indessen alle vor. Karl und Urbig fliegen am Montag ins Nationalteam, nachdem sie sich selbst nominiert haben: Karl mit sechs Schüssen, Urbig mit sieben Reflexen. „Das Handy vibriert noch“, sagt Urbig, „aber das Spiel war meine Bewerbung.“

Am Ende steht eine Mannschaft, die wieder Spaß daran hat, Gegner zu zerfetzen. Die schwarze Bestie frisst nicht mehr nur, sie schleckt sich die Lippen. Real ist gewarnt – und München hat noch acht Tage, um den Appetit zu schärfen.