Basel schlägt zu: united-scouts sollen super-league-transfer-klauen entlarven

FC-Basel-Präsident David Degen hat im Vereinspodcast mit der Faust auf den Tisch geschlagen: Andreas Herrmann und Marko Filipovic, zwei Top-Späher von Manchester United, wechseln an den Rhein. Der Deal ist so gut wie fix, die Verträge liegen laut Blick-Info unterschriftsreif.

Warum dieser coup basel auf dem transfermarkt einen schritt voraus bringt

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Herrmann war zuletzt Chefscout für Uniteds U23, zuvor zehn Jahre für den Rekordmeister unterwegs. Filipovic kennt die Schweiz aus Spielerzeiten bei Dietikon und Baulmes, dazu baut er seit 2016 bei United das Osteuropa-Netz aus. Beide blicken hinter die Kulissen von Klubs, die Basel bisher nur aus Spielberichten kannte.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Super League wird jünger, die Preise für Rohdiamanten steigen. Wer früher erkennt, wen andere erst in zwei Jahren entdecken, spart Millionen. Genau dafür hat Degen intern den Deckel zugemacht: «Wir wollen nicht mehr zusehen, wie Genf oder St. Gallen Talente wegschnappen, weil wir sie nicht auf dem Radar hatten.»

Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2020 flossen allein für Scout-Flüge und Live-Einsätze rund 1,2 Millionen Franken durch die Buchhaltung, ohne dass ein Nachwuchs-Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffte. Mit Herrmann und Filipovic reduziert sich das Risiko, dafür stehen zwei Männer, die Anthony Martial und Mason Greenwood früh eingestuft haben.

Doch es gibt einen Haken. United lässt seine Scouts nur ziehen, wenn keine Konkurrenzinfos fließen. Basel muss also künftig auf englische Leihgaben verzichten, dafür aber eigenes Know-how generieren. Ein Schmerz, den Sportchef Thomas von den im Moment verschmerzen kann – schließlich steht die Kasse durch den Abgang von Burger an der Tür.

Für Fans bedeutet das: Die nächste Generation kommt nicht mehr über Zufallsfund, sondern über Algorithmus und Beziehungen. Wer in zwei Jahren einen unbekannten 18-jährigen Stürmer aus dem Kosovo feiert, kann sicher sein – jemand in Basel hat ihn zuerst gesehen.