Milwaukee trennt sich von cam thomas – und versieht pete nance dauerhaft
Die Milwaukee Bucks schicken Cam Thomas nach nur 18 Spielen wieder auf die Reise. Der 23-Jährige verlässt Wisconsin, weil Pete Nance künftig einen Standardvertrag erhält – und weil Doc Rivers eine stabile Rotation braucht, um den freien Fall zu stoppen.
Thomas‘ heißer start verpuffte schnell
Am 8. Februar landete Thomas nach seinem Waive durch Brooklyn in Milwaukee. Drei Tage später schoss er 32 Punkte gegen die Warriors, zwei Spiele später 27 gegen Oklahoma City. Die Stadt träumte, doch danach fiel er auf 9,6 Punkte im Schnitt. Die Feldwurfquote blieb bei 43,1 Prozent, jenseits der Dreierlinie kam er nur auf 27,5 Prozent – Zahlen, die an seine letzten Monate bei den Nets erinnern. Rivers stellte ihn zunehmend später ein, zuletzt nur noch in fünf Minuten Häppchen. Die Frontoffice-Entscheidung folgte am Dienstagmorgen.
Thomas darf sofort woanders unterschreiben, ist aber für die Playoffs gesperrt. Wer zubeißt, ist Pete Nance. Der 2,06-Meter-Center spielte seit Februar 15,2 Minuten pro Partie, erzielte 4,5 Punkte und holte 2,2 Rebounds – keine All-Star-Werte, aber solide Defense und ein Plus-1,8 während seiner Minuten. Rivers lobte nach dem Sieg in Charlotte dessen „Verständnis für Räume und Wege“, ein Code für: Er macht keine Fehler, die Giannis‘ Ersatzzeit weiter destabilisieren.

Die bucks rutschen ohne antetokounmpo
Milwaukee verlor zehn der letzten 13 Spiele, rutschte auf 29-42 ab und liegt acht Siege hinter Platz zehn. Das letzte Mal, dass die Bucks im Mai nicht dabei waren, datiert auf 2014zurück. Ohne Giannis‘ Knie und mit einer Defense, die seit dem All-Star-Break auf Rang 27 liegt, wirkt jede Personalentscheidung wie ein Notnagel. Nance soll Stabilität geben, Thomas war das Experiment – gescheitert, aber nicht überraschend.
Die Saison ist gelaufen, doch die Organisation will wenigstens das Gesicht wahren. Cam Thomas sucht das nächste Kapitel, Pete Nance darf beweisen, dass Doc Rivers‘ Vertrauen nicht vergebens war. Milwaukee träumt nicht mehr von Titeln, sondern davon, nicht als erstes Top-Team der Geschichte von Play-in zu Play-out zu stolpern.
