Vincent büchner springt vom thsv eisenach zum thw kiel – ein transfer, der schon länger schwirrte

Vincent Büchner zieht es nach nur einem Jahr in Thüringen an die Ostsee. Der 27-jährige Linksaußen verlässt den ThSV Eisenach und unterschreibt ab Sommer beim THW Kiel. Der Rekordmeister bestätigte den Wechsel am Dienstag und bekommt damit den Ersatz für Magnus Landin, der den Klub verlässt.

Büchner war erst im vergangenen Sommer von der TSV Hannover-Burgdorf nach Eisenach gewechselt und hatte dort eigentlich noch einen Vertrag bis 2027. Doch die Chance, für den THW aufzulaufen, war zu groß. „Es war nicht mein Plan, den Verein vorzeitig zu verlassen“, sagt Büchner. „Aber die Chance, für den großen THW Kiel zu spielen, bekommt man nicht alle Tage.“

„Ich habe als junge im kieler trikot gespielt“

Der Nationalspieler ist ein Kind des Nordens. „Ich habe mich sofort erinnert, wie ich als kleiner Junge im Kieler Aron-Palmarsson-Trikot mit meinem Bruder im Garten Handball gespielt habe“, sagt er. Der Anruf von Trainer Filip Jicha habe ihn überrascht – und überglücklich gemacht. „Ins Blickfeld des für mich besten Klubs der Welt zu geraten, macht einen unglaublich stolz.“

THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi lobt Büchner als „sehr konstanten, klassischen Linksaußen“. Man habe ihn schon länger auf dem Radar. „Vincent bringt sehr viel Erfahrung mit und wird sich als echter Typ aus dem Norden schnell in unser Team integrieren“, sagt Szilagyi. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Ein transfer, der sich anfühlt wie ein heimspiel

Ein transfer, der sich anfühlt wie ein heimspiel

Für Büchner ist der Wechsel mehr als nur ein Karriereschritt – es ist eine Rückkehr in die Heimat. Geboren in Schleswig-Holstein, aufgewachsen mit Handball in der Region, jetzt das große Ziel erreicht. „Ich bin überglücklich, dass mir die Verantwortlichen des ThSV meinen Kindheitstraum ermöglichen“, sagt er.

Der THW baut damit seinen Kader für die kommende Saison weiter aus. Mit Büchner bekommt der Klub einen Spieler, der in der Bundesliga bereits 113 Tore in einer Saison erzielt hat und in der Abwehr clever agiert. Ein Transfer, der nicht nur sportlich Sinn macht – sondern auch emotional.